Die Sonnenbrille ist nicht nur modisches Accessoire, sondern schützt die Augen effektiv vor schädlicher UV- und Sonnenstrahlung. Was beim Kauf einer Sonnenbrille zu beachten ist und welche Arten von Sonnenbrillen es gibt, klärt unsere Kaufberatung.

Eine Sonnenbrille bietet nicht nur Schutz vor der Sonne, sondern ist auch modisches Accessoire, stilbildendes Element und eine Möglichkeit, der eigenen Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen. Der Sonnenbrillenmarkt ist jedoch für Laien schwer zu durschauen. Welche Brille eignet sich für welchen Einsatzzweck? Welche Vorteile hat der Kauf einer Markenbrille? Und was unterscheidet Sport- von Lifestyle-Brillen? Unsere Kaufberatung verrät, worauf beim Kauf einer Sonnenbrille zu achten ist und liefert die Antworten zu den häufigsten Kundenfragen.

Sonnenbrillen für Kinder

Jeder Sonnenbrillenträger hat einmal klein angefangen! Für Kinder gibt es Sonnenbrillen, die über eine kindgerechte Konstruktion verfügen, empfindliche Kinderaugen vor schädlicher Strahlung schützen und dafür sorgen, dass die Kleinen bei allen Aktivitäten im Freien dabei sein können. Bei Bergzeit tun sich insbesondere Julbo und Alpina in Sachen Kindersonnenbrillen hervor. Zu beachten ist bei Kindersonnenbrillen insbesondere eine optimale Passform, damit seitlich so wenig Licht wie möglich eindringen kann. Speziell bei Kleinkindern sollte die Brille aber auch nicht zu eng sitzen – schließlich können sich die ganz Kleinen noch nicht verbal beschweren!

Passform und Komfort - das ist bei Kindersonnenbrillen entscheidend. | Foto: Alpina
Passform und Komfort – das ist bei Kindersonnenbrillen entscheidend. | Foto: Julbo

Lifestyle-Sonnenbrillen: modisch&vielseitig

Lifestyle-Sonnenbrillen – das ist ein breit gestreutes Feld, bei dem das modische Aussehen und die Frage nach dem zur Persönlichkeit passenden Stil im Vordergrund stehen. Für Fashion-Victims können es gar nicht genug Brillen sein – schließlich braucht man für jedes Outfit auch die passende Brille. Stil-Ikonen wie die 1952 von Raymond Stegeman entworfene Ray-Ban Wayfarer bereiteten den Weg für zahlreiche Nachfolger, von anderen Designrichtungen wie den klassischen Pilotenbrillen ganz zu schweigen. Unternehmen wie Oakley griffen die klassischen Designs auf, kombinierten sie mit modernen Technologien und entwickelten auf diese Weise Brillen wie die Sliver oder Frogskin, die speziell bei einer sportlicher orientierten Klientel für Begeisterung sorgen.

Bei Lifestyle-Sonnenbrillen steht also nicht zwangsläufig die Funktion im Vordergrund, sondern vielmehr wie sehr die Brille zum eigenen Modegeschmack passt und den eigenen Style unterstreicht. Zahlreiche Hersteller träumen davon, eine eigene Stilikone wie die Ray-Ban Wayfarer zu kreieren –  ein Traum, der nicht jedem vergönnt ist.

Bergzeit hat mehrere Brillenproduzenten im Sortiment, die Lifestyle-Sonnenbrillen herstellen. An erster Stelle steht sicher Oakley, ein Paradebeispiel für die Kombination von Style und Funktion. Doch auch Dragon, gloryfy, Montura, POC und Shred haben Sonnenbrillen im Programm, die die Trennlinie zwischen Stil und Funktion verschwimmen lassen und so richtig gut aussehen!

Sportsonnenbrillen: Funktional & stylisch

Seitdem Oakley und andere Hersteller in den 80er Jahren damit begannen, spezielle Sportsonnenbrillen zu entwickeln, hat sich viel getan. Es gibt spezielle Sonnenbrillen für das Radfahren, für Wanderer und Bergsteiger, für Gletschertouren und für Läufer. Nicht zu vergessen Skibrillen, die für einen perfekten Durchblick im Schnee und auf der Piste sorgen – mehr dazu später. Nachdem das Feld weit gestreut ist und einer eingehenden Beratung bedarf, gibt es im Bergzeit Magazin eine eigene Kaufberatung zum Thema Sportsonnenbrillen.

Ted Ligety nutzt eine Shred - die sich wie viele andere an der legendären Ray-Ban Wayfarer von 1952 orientiert. | Foto: Shred
Ted Ligety nutzt eine Shred – die sich wie viele andere an der legendären Ray-Ban Wayfarer von 1952 orientiert. | Foto: Shred

Exkurs: Die Schutzkategorie

Die Schutzkategorie von Sonnenbrillen gibt an, für welche Einstrahlungs-Intensität eine Brille geeignet ist. Die Schutzkategorien sind von 0 (hohe Lichtdurchlässigkeit) bis 4 (kaum Lichtdurchlässigkeit) abgestuft, wobei Filter in den Gläsern dafür sorgen, dass unterschiedlich viel Licht absorbiert wird. Die Lichtdurchlässigkeit der Gläser hat wiederum maßgeblichen Einfluss auf den Einsatzbereich. Gletscherbrillen benötigen beispielsweise aufgrund des intensiven Lichteinfalls im Hochgebirge eine stärkere Tönung und damit eine hohe Schutzkategorie (im Bereich 3 bis 4). Derartige Brillen sind jedoch nicht für den Einsatz im Straßenverkehr zugelassen und daher als Alltags-Sonnenbrille weitestgehend untauglich. Radbrillen mit ungetönten Klarsicht-Gläsern der Schutzkategorie 0 schützen zwar die Augen vor Wind und Getier, jedoch kaum vor Sonneneinstrahlung. Auch sie sind im alltäglichen Gebrauch fehl am Platz. Wichtig ist bei allen Sonnenbrillen, dass die Schutzkategorie zum jeweiligen Einsatzzweck passt. Nicht zu verwechseln ist die Schutzkategorie mit dem UV-Filter, der bei qualitativ hochwertigen Sonnenbrillen zur Standardausstattung gehört.

Schutzkategorien bei Ski- und Sonnenbrillen

Filterkategorie Lichtdurchlässigkeit Einsatzbereich
0 80 bis 100 Prozent Klarsicht-Schutzbrillen für den Einsatz bei Schlechtwetter, reduzieren die Sonneneinstrahlung nur gering.
1 43 bis 80 Prozent Für wechselhafte Bedingungen, leichte Reduzierung der Sonneneinstrahlung.
2 18 bis 43 Prozent Geeignet für Sonnentage unter „normalen“ Bedingungen.
3 8 bis 18 Prozent Für intensivere Strahlung und empfindliche Augen bei Schnee oder auch im Strandurlaub. Hoher Schutz vor Sonnenstrahlung.
4 3 bis 8 Prozent Für besonders intensive Sonneneinstrahlung im Hochgebirge (Gletscherbrille) oder für sehr lichtempfindliche Augen. Nicht für den Straßenverkehr zugelassen!

 

Skibrillen: Unverzichtbar im Schnee

Die Skibrille gilt nicht nur für Profi-Skifahrer als unverzichtbares Accessoire. Sie sorgt zum einen auch bei widrigen Verhälntissen und Schneefall für einen optimalen Durchblick und bietet zum anderen ein Plus an Sicherheit. Kontraste werden verstärkt, Bodenunebenheiten sind besser zu erkennen und andere Skifahrer und Snowboarder sind bei schlechten Sichtverhältnissen deutlich leichter zu sehen. Nachdem für Skibrillen – speziell bei der Gläsertechnologie – einige besondere Regeln gelten, verweisen wir hier auf unsere Kaufberatung Skibrillen.

Eine Sonnenbrille bietet stets optimalen Schutz - egal ob im Alltag, beim Radfahren oder anderen Sportarten. | Foto: Julbo
Eine Sonnenbrille bietet stets optimalen Schutz – egal ob im Alltag, beim Radfahren oder anderen Sportarten. | Foto: Julbo

Fünf Tipps zum Kauf von Sonnenbrillen

  1. Passform ist alles! Daher unbedingt darauf achten, dass die Brille nicht an den Wangenknochen anliegt, die Bügel bequem sitzen und, im Falle einer Fahrradbrille, keine Druckstellen am Helm entstehen.
  2. Rutschfester Sitz! Auch die beste Sonnenbrille sorgt für wenig Vergnügen, wenn sie drückt oder von der Nase rutscht! Daher darauf achten, dass die Brille speziell für einen geplanten Einsatz bei bewegungsintensiven Sportarten über gummierte Einsätze an den Bügeln und an der Nase verfügt
  3. Einsatzbereich beachten! Gletschersonnenbrillen der Schutzkategorie 4 dürfen nicht im Straßenverkehr getragen werden. Genauso wenig Sinn macht es, die schicke Sonnenbrille der Schutzkategorie 1 oder 2 auf dem Gletscher zu tragen.
  4. Pflegetipps beachten! Optische Geräte wie Sonnenbrillen sollten nur mit Mikrofasertüchern geputzt werden. So manch einer hat sich schon gewundert, weil der Jackenärmel oder das Geschirrhandtuch Kratzer auf der angeblich so robusten Brillenbeschichtung hinterlassen hat …
  5. Spezialbrillen schonen die Augen! Wer sich nach und nach für jeden Einsatzbereich die optimale Sonnenbrille zulegt, tut seinen Augen einen großen Gefallen. Es gibt zwar einzelne Brillen, die einen großen Einsatzbereich abdecken, sobald man aber auch bei anspruchsvollen Verhältnissen – zum Beispiel bei intensiver Sonneneinstrahlung im Hochgebirge oder bei wechselhafter Sicht auf dem Rennrad – unterwegs ist, „tut“ es eine einzige Brille oft nicht mehr.

Alle Sonnenbrillen bei Bergzeit:

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