Isolierflaschen (403 Artikel)

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Was dem einen sein heißer Tee auf der Skitour, ist dem anderen die kalte Apfelschorle beim Bergsteigen oder auf dem Bike. Die individuellen Trinkgewohnheiten sind hinsichtlich Sportart, Getränk und Jahreszeit durchaus unterschiedlich. Um all diese Vorlieben zu befriedigen, braucht man lediglich eines: eine Isolierflasche, umgangssprachlich auch als Thermoskanne bezeichnet.


Definition & Patent


Eine Isolierkanne bzw. ein Isolierbehälter ist ein verschließbares Gefäß zum Warm- oder Kalthalten von Getränken oder Speisen (vorzugsweise mit hohem Flüssigkeitsanteil).


Wer hat's erfunden?


1903 meldete Reinhold Burger ein Patent zur Vakuumisolierung an, welches er 1909 nebst dem geschützten Begriff "Thermosflasche" (vom Altgriechischen: θερμός - thermós = 'warm') verkaufte. Käufer war die neu gegründete "Thermos-Aktiengesellschaft" aus Berlin-Charlottenburg, die 1920 mit ihren Isolierbehältern in Serienproduktion ging. Mittlerweile gibt es Isolierkannen von allen möglichen Herstellern. "Thermosflasche" dürfen sich nur die Kannen der Marke Thermos nennen.


Aufbau und Funktionsweise von Isolierkannen


Im Grunde funktioniert eine Isolierflasche nach einem recht einfachen Prinzip: Zwischen einem äußeren und einem inneren Gefäß wird ein Vakuum erzeugt. Dies reduziert die Wärmeleitung, da die wenige verbleibende Luft ein sehr schlechter Wärmeleiter ist. Die Wärmeströmung innerhalb der eingefüllten Flüssigkeit spielt keine Rolle.


Das Material


Einige Isolierkannen besitzen als inneres Gefäß einen Hartglaskörper, etwa die Hot & Cold Glass Flasche von Sigg. Dieser ist doppelwandig und verfügt über ein Vakuum zwischen den Glaswänden. Zusätzlich ist er nochmals von einem äußeren Gefäß zum Schutz des Glases umgeben. Um die Wärmestrahlung zu reflektieren, die theoretisch das Vakuum überbrücken könnte, wird der Glaskörper auf der Innenseite verspiegelt - bei hochwertigen Produkten zum Beispiel mittels einer Silberbeschichtung.


Besonders outdoortauglich ist diese Konstruktion wegen des Glaskörpers allerdings nicht (Bruchgefahr), weshalb die meisten Isolierkannen für draußen etwas anders aufgebaut sind: Sie bestehen aus zwei ineinandergesetzen Gefäßen - in der Regel aus bruchfestem Edelstahl. Der Zwischenraum wird vakuumiert. Der Edelstahl reflektiert aufgrund seiner Beschaffenheit die Wärmestrahlung, ohne dass eine weitere Beschichtung nötig wäre. Um einen besseren Wirkungsgrad zu erreichen, kann aber auch hier eine Silberbeschichtung zum Einsatz kommen. Beispielhaft seien hier die preiswerten Isolierkannen und Food-Behälter der Firma Esbit genannt.


Daneben gibt es noch Isolierbehälter aus Kunststoff in allen möglichen Farb- und Formvarianten - in der Regel als klassische Kaffeekanne. Für die Biketour oder wenn es einmal nicht ganz so lange heiß oder kalt bleiben muss, gibt es darüber hinaus einige Kunststoffflaschen von Camelbak für die Fahrradhalterung (Podium Chill) oder als Kaffeebecher fürs Auto (Forge Divide). Diese werden hier aufgrund ihres geringen Wirkungsgrades und der mangelnden Verbreitung im Outdoor-Bereich nur am Rande erwähnt.


Food-Behälter mit größeren Durchmessern und geringerer Höhe kommen zum Beispiel von Klean Kanteen (klein), Primus (groß) und Esbit. Sie sind leichter zu befüllen und zu reinigen und halten Speisen etliche Stunden warm.


Der Verschluss


All der Aufwand für die Wärmeleistung von Isolierkannen ist jedoch ohne einen guten Verschluss nichts wert. Während früher ein Korken diesen Dienst verrichten musste, finden heute normalerweise Schraubverschlüsse aus Kunststoff Verwendung. Diese gibt es zumeist mit oder inzwischen seltener auch ohne Knopf zum Ausgießen. So bequem der Druckknopf zum Einschenken auch ist, hat er doch einen entscheidenden Nachteil: Irgendwann wird die Abdichtung lecken.


Oft wird über diesen Schraubverschluss ein weiterer "Deckel" in Form eines (Edelstahl-)Trinkbechers geschraubt. Um sich daran mit dem eingegossenen Heißgetränk nicht die Finger zu verbrennen, sollte man darauf achten, dass der Becher isoliert ist - entweder außen durch Neopren oder eine Gummierung oder durch ein innenliegendes Plastikgefäß. Ein Vakuum wird hier meist nicht verwendet, aber zumindest wird durch die Luft zwischen den beiden Behältnissen eine Isolierwirkung erzielt.


EU-Norm für Isolierbehälter


Natürlich hat uns die EU zu all dem eine passende Norm geliefert: Um als dicht zu gelten, muss eine Isolierkanne zehn Minuten auf dem Kopf stehen, ohne dass sich an irgendeiner Stelle Tropfen bilden. Um als Isolierbehälter zu bestehen, muss eine Kanne folgenden Test erfolgreich absolvieren: Eine vorgewärmte Kanne wird mit kochendem Wasser gefüllt, das nach sechs Stunden immer noch mindestens 78 Grad heiß sein muss. Gute Kannen schaffen natürlich mehr ...

Eine davon ist die Edelstahl-Isolierkanne von Stanley. Sie tanzt aufgrund ihres relativ hohen Gewichts hier zwar etwas aus der Reihe, aber als Kultobjekt verdient sie einfach einen eigenen Absatz. Praktisch seit 1913 auf dem Markt, glänzt sie mit 25 Jahren Garantie, dem typischen seitlichen Griff, und hält Getränke über 24 Stunden lang warm - also deutlich über den von der Norm geforderten Werten.


Wissenswertes zum Material von Isolierkannen

  • Bei qualitativ hochwertigen Produkten sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sich im Edelstahl kein Nickel befindet (allergene Eigenschaften) oder sich andere Schadstoffe (insbesondere Schwermetalle) beim Gebrauch lösen könnten und in den Inhalt abgegeben werden.
  • Zudem sollte einem bewusst sein, dass bei vielen Isolierbehältern aus Edelstahl mit der Zeit die Isolierfähigkeit nachlässt. Was steckt dahinter: Um ein makelloses Äußeres zu erzielen, werden die Gefäße häufig mit Säure gebeizt. Der dabei eingelagerte und um ein Mehrfaches besser als Luft wärmeleitende Wasserstoff diffundiert wegen des Druckgefälles in das Vakuum und verschlechtert die Isolationswirkung innerhalb weniger Jahre deutlich. Der Preis lässt in der Regel einen Rückschluss auf die Qualität des Materials und damit die dauerhafte Isolierfähigkeit zu.
  • Schmeckt der Inhalt in bestimmten Isolierbehältern nicht so wie erwartet, sondern nach Kunststoff, dann liegt das - auch bei Edelstahlgefäßen - an den verwendeten Dichtungen. Vor allem bei sehr billigen Produkten werden oftmals Dichtungen verwendet, die geschmacksverändernde Eigenschaften aufweisen oder Schadstoffe wie Weichmacher bzw. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten. Bei Markenprodukten gibt es in dieser Hinsicht in der Regel jedoch keine Ausreißer.

Welche Isolierflasche ist die richtige für mich?


Material und Gewicht


Edelstahl ist bei Isolierflaschen für den Outdoorgebrauch das Material der Wahl, da es bruchfest ist und eine gute Isolationswirkung erzielt. Fast alle Hersteller verwenden heutzutage Edelstahl. Natürlich gibt es auch leichtere Varianten beispielsweise aus Titan - allerdings zu höheren Preisen. Glaskörper isolieren ebenfalls gut, sind aber zerbrechlich und zudem schwerer, weshalb sie für Outdoorsportler weniger geeignet sind.
Legendär aufgrund ihres geringen Gewichtes sind die Sahara Isolierflaschen von Tiger (Edelstahl). Allerdings erkauft man sich den Gewichtsvorteil unter anderem mit einem winzigen Trinkbecher.
Die Oberfläche einer Isolierkanne für den Outdoorseinsatz sollte möglichst griffig sein, um sie auch mit Fäustlingen gut bedienen zu können. Eine leicht angeraute Oberfläche wie bei den schwarzen Kannen von Esbit oder eine Hülle aus Silikon wie bei den Trailbreak EX-Modellen von Primus ist dabei von Vorteil. Diese ist nicht nur griffig, sondern schützt auch vor kalten Fingern.


Größe/Füllvolumen


Nachdem man sich für den Outdoor-Einsatz für einen Isolierbehälter aus Edelstahl entschieden hat, steht als nächstes die Auswahl der passenden Größe an. In der Regel passen in eine Isolierflasche 0,5, 0,75 oder 1,0 Liter - von reinen Kaffeekannen für den häuslichen Bereich einmal abgesehen. Von einigen Herstellern gibt es jedoch auch kleinere Varianten mit 0,35 Litern für die kurze Tour allein oder größere mit 1,5 Litern für die lange Tour zu zweit. Am gebräuchlichsten sind 0,75 Liter oder 1,0 Liter, da sie den optimalen Kompromiss aus Gewicht und Füllmenge bieten.


Form


Auch bei der Form der Isolierflasche gibt es Unterschiede, die nicht zuletzt für die Handhabung und Reinigung eine Rolle spielen. Schlanke Kannen wie die von Salewa lassen sich gut im Rucksack verstauen, breite wie die von Esbit haben dafür einen stabileren Stand. Eine breitere Flaschenöffnung erleichtert das Reinigen. Etwas aus der Reihe tanzen die Isolierkannen der Firma Dowabo, die in ihrer Form einer herkömmlichen Flasche gleichen und am unteren Rand leicht nach innen gewölbt sind. Fürs Büro oder im Reisegepäck sind sie ein echter Hingucker. Einem stabilen Stand und einer guten Reinigungsmöglichkeit ist jedoch der Vorzug zu geben, wenn man mit der Isolierflasche viel draußen unterwegs ist.


Verschluss und Zubehör


Die meisten Isolierkannen besitzen einen Verschluss mit Druckknopf zum Ausgießen. Beim Kauf sollte man das Augenmerk darauf legen, dass ein solcher Deckel zerlegbar und somit leicht zu reinigen ist. Immer wieder gelobt werden die Isolierflaschen von Salewa, deren Deckel mit Druckknopf überdurchschnittlich gut und lange dicht zu halten scheinen.
Esbit bietet mit einem zweiten Becher im Becher noch ein weiteres nützliches Feature. Außerdem wird neben dem praktischen Druckknopf-Verschluss zum Ausgießen ein zweiter, absolut dichter Verschluss mitgeliefert, da ersterer mit der Zeit undicht werden könnte. Auch Primus bietet seine Trailbreak EX Vacuum Bottles mit zwei Verschlüssen an.


Tipps zur Handhabung einer Isolierflasche

  • Auch wenn es eigentlich offensichtlich ist - die wenigsten praktizieren es: Soll der Inhalt der Isolierflasche möglichst lang heiß oder kalt bleiben, sollte man die Kanne vor dem Einfüllen des eigentlichen Inhaltes entsprechend mit heißem oder kaltem Wasser vorwärmen oder vorkühlen. Dazu einfach heißes oder kaltes Wasser in den Behälter gießen, Deckel leicht zuschrauben, kurz schütteln, etwas warten und anschließend ausgießen. Achtung jedoch bei zu großen Temperaturunterschieden, wenn sich im Inneren ein Glaskörper befindet: Dieser könnte springen!
  • Vorsicht gilt beim Befüllen: Wird ein Isolierbehälter sehr heiß befüllt und anschließend sofort verschlossen, erwärmt sich die Luft im Behälter und dehnt sich aus - es entsteht ein Überdruck im Inneren. Dieser kann beim Öffnen schlagartig entweichen und die Isolierkanne beschädigen, vor allem wenn diese einen Glaskolben enthält. Es sind aber auch Schäden bei Edelstahlflaschen bekannt. Besser ist es daher, nach dem Befüllen noch ein bis zwei Minuten mit dem Verschließen zu warten.
  • Auch sollte man berücksichtigen, dass der Deckel sich sehr stark festziehen kann und ein Öffnen manchmal selbst für sehr kräftige Zeitgenossen eine Herausforderung sein kann. Einige Behälter, vor allem zum Warmhalten von Speisen, verfügen daher über ein Überdruckventil. Dieses hat jedoch den Nachteil, dass das Behältnis dann regelmäßig nicht völlig dicht schließt. Kopfüber sollte es also besser nicht transportiert werden...
  • Ähnlich verhält es sich bei kohlensäurehaltigen Getränken. Auch hier entsteht ein Überdruck, der die Isolierkanne lecken lassen kann, weshalb einige Hersteller explizit davon abraten.
  • Ist der Inhalt noch zu heiß zum Trinken, hilft es, ihn aus der Isolierkanne in einen Becher und von dort aus in einen zweiten Becher zu füllen. Alternativ hat sich im Winter auch eine Hand sauberer Schnee im Becher bewährt - damit hat man dann unterm Strich ungefähr die doppelte Menge warmen Getränks.
  • Für alle, die noch nicht auf diesen zumindest für jeden Bayern naheliegenden Gedanken gekommen sind, folgt der wichtigste Tipp am Schluss: Weißwürste in den leeren Isolierbehälter geben und mit heißem Wasser auffüllen. Das Gipfelweißbier (NICHT in einem Isolierbehälter transportieren!) nicht vergessen und nach erfolgreichem Aufstieg heiße Weißwürste dazu genießen.

Reinigung von Isolierflaschen

  • Am einfachsten ist die Reinigung bei Edelstahl, denn die meisten Flaschen dürfen sogar in die Spülmaschine (auf Herstellerangabe achten!). Alternativ reichen meist Spülmittel und eine entsprechende Spülbürste.
  • Hat die Isolierkanne beispielsweise durch Kaffee oder Tee starke Ablagerungen, ist sonst stark verschmutzt oder müffelt unappetitlich, gibt es Reinigungstabs, zum Beispiel von der Firma SIGG. Warmes Wasser einfüllen, Tab hinzugeben und warten. Meist sieht die Kanne dann nach relativ kurzer Zeit zumindest von innen wieder wie neu aus und ist geruchsneutral.
  • Hat man nichts anderes zur Hand, plündert man zur Not Omas Kukident-Vorrat oder füllt Speisesalz oder Backpulver in heißes Wasser. Damit erzielt man einen ähnlichen Effekt - sofern die Kanne nicht zu stark verschmutzt ist.

Weitere Tipps zur Reinigung von Isolierflaschen und Thermoskannen findest Du in unserem Beitrag Thermoskanne reinigen - So wird Deine Isolierflache richtig sauber!


Mehr zum Thema gibt's im Bergzeit Magazin