Schlafsäcke & Isomatten (921 Artikel)

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Welcher Schlafsack-Typ für welchen Einsatzbereich?

Um eine Orientierung zu bekommen, lassen sich Schlafsäcke nach ihrem Einsatzzweck und ihrem empfohlenen Temperaturbereich einordnen. Dabei kannst Du Dir ganz einfach überlegen, was Du mit dem Schlafsack vorhast und in welcher Jahreszeit Du vornehmlich unterwegs bist.

Schlafsäcke fürs Camping

Campingschlafsäcke müssen dagegen nicht so leicht und klein packbar sein, da sie eher im Auto transportiert werden. Hier kannst Du mehr auf Komfort achten, außerdem sind Campingschlafsäcke weniger technisch und daher kostengünstiger.

Schlafsäcke zum Bikepacking & auf Radreise

Beim Bikepacking gelten ähnliche Überlegungen wie beim Trekking. Wie viel kannst Du auf Deiner Fahrradtour schleppen und wie viel Platz hast Du in Deinen Radtaschen? Außerdem kommt es darauf an bei welchen Temperaturen und zu welcher Jahreszeit Du Deine Radreise unternimmst.

Schlafsäcke zum Trekking

Beim Trekking bist Du autark unterwegs, Du schleppst CampingkocherZeltIsomatte und den Schlafsack im Rucksack mit Dir. Deshalb sind Schlafsäcke fürs Trekking am besten besonders leicht und klein packbar. Da Du lange und unter wechselnden Bedingungen unterwegs bist, sollten sie einen größeren Temperaturbereich abdecken und viel aushalten.

Schlafsäcke zum Wandern & auf Hüttentour

Beim Wandern von Hütte zu Hütte reicht meist ein einfacher Hüttenschlafsack aus. Dieser ist eigentlich nur eine leichte, gut tragbare Form der Bettwäsche, denn auf der Hütte warten Kissen und Bettdecke auf Dich. Allerdings solltest Du Dich vorher informieren, ob Du z.B. auf Grund der Corona-Bestimmungen einen richtigen Schlafsack mitnehmen musst. Hier reicht in der Regel aber ein leichter Sommerschlafsack aus.

Schlafsäcke für den Sommer

Sommerschlafsäcke sind in der Regel für Temperaturen von +10°C und mehr gedacht. Sie sind gut fürs Campen und Wandern in der warmen Jahreszeit und in südlichen Ländern. Sommerschlafsäcke dienen auch gerne als etwas wärmere Hüttenschlafsäcke oder für Festivals.

Schlafsäcke für den Winter

Winterschlafsäcke werden gerne auch 4-Jahreszeiten-Schlafsäcke genannt, wobei dieser Begriff etwas irreführend ist. Denn Winterschlafsäcke für - 8 bis - 10°C und tiefer sind auf die kälteste Jahreszeit ausgelegt, im Sommer sind sie gar nicht zu gebrauchen, im Frühjahr und Herbst mit Einschränkungen - je nachdem wie kalt die Jahreszeiten ausfallen und wo Du unterwegs bist.

Welche Schlafsack-Größe ist die richtige?

Achte immer auf die Angabe, bis zu welcher Körpergröße Dein Schlafsack funktioniert. Als 2-Meter-Mann in einem 190 cm Schlafsack zu liegen, ist nicht nur eng, Du drückst auch mit den Füßen gegen die isolierende Hülle und verlierst Wärme. Andererseits ist es auch nicht klug, einen zu großen oder zu breiten Schlafsack zu wählen, denn dann hast Du jede Menge Luft im Schlafsack, die Du warmhalten musst. Ergo: Der Schlafsack ist nicht mehr so warm.

  • Trick 17: Es gibt tatsächlich einen Grund, warum es Sinn machen kann, einen zu langen Schlafsack zu kaufen. Nämlich wenn Du bei Wintertouren Deine Kleidung in den Fußraum packen willst, um frühmorgens gleich etwas Warmes zum Anziehen parat zu haben.

Ich bin 180 cm groß und der Schlafsack ist bis 180 cm ausgelegt: Was tun?

Als Rücken- oder Bauchschläfer gilt, dass Du Dich im Schlaf ausdehnst und Deine Fußzehen nach vorne kippen. Im Schlaf bist Du daher eventuell größer als 180 cm. Wenn Du dagegen Seitenschläfer bist, rollst Du Dich eher ein und wirst kleiner.

Extra breite Schlafsäcke

Natürlich gibt es auch extra breite Schlafsäcke sowie Schlafsäcke in Decken- und Eiform. Wenn Du Dich schnell eingeengt fühlst oder Du Dich viel im Schlafsack bewegst, bieten sie Dir eine gute Kompromisslösung. Wirkliche 2-Personen-Schlafsäcke gibt es dagegen kaum, stattdessen sind viele Schlafsäcke koppelbar.

Achtung: Nicht jeder Schlafsack ist mit jedem x-beliebigen Schlafsack kompatibel, da verschiedene Reißverschlüsse verwendet werden. Achte hier darauf, dass Du vom gleichen Modell einen mit Links- und einen mit Rechts-Reißverschluss nimmst.

Schlafsäcke: Daune oder Kunstfaser?

Früher galt allgemein: Bei feuchten Bedingungen nimmst Du einen Kunstfaserschlafsack; wenn es ultraleicht werden soll, greifst Du zur Daune. Doch durch Innovationen verschwimmen die Grenzen heutzutage deutlich mehr.

Daunenschlafsäcke vs. Kunstfaserschlafsäcke

Neue Kunstfaserschlafsäcke sind erheblich leichter geworden, erreichen aber immer noch nicht das niedrige Gewicht von ultraleichten Daunenschlafsäcken. Dafür haben Daunenschlafsäcke wesentlich häufiger eine Imprägnierung auf dem Außenmaterial und sogar auf der Daune selbst, die diese unempfindlicher gegen Feuchtigkeit macht bzw. schneller trocknen lässt.

Letztlich ist es heute eher eine Frage des Preises: Die Daune ist unterm Strich langlebiger, leichter und besser komprimierbar (und mit richtiger Imprägnierung unproblematisch bei Nässe), dafür aber auch ein gutes Stück teurer.

Nachhaltige Schlafsäcke

Wenn Du Bedenken wegen des Tierwohls hast, dann achte bei Daunenschlafsäcken auf z.B. das RDS-Siegel (Responsible Down Standard). Falls Daune aus ethischen oder auch finanziellen Gründen für Dich gar nicht in Betracht kommt, dann kannst Du heute mehr denn je auf einen Kunstfaserschlafsack zurückgreifen. Wie bereits gesagt, sind diese dank technischer Innovationen mittlerweile eine großartige Alternative.

Welcher Schlafsack bei welcher Temperatur?

Sämtlich Schlafsäcke durchlaufen einen Normtest, damit die Temperaturwerte miteinander vergleichbar werden. Der Test ermittelt die Komforttemperatur, die Grenztemperatur und die Risikotemperatur.

  • Die Komforttemperatur gibt an, bis zu welcher Temperatur die durchschnittliche europäische Frau gerade eben noch warm bleibt.
  • Die Grenztemperatur ist der Richtwert für den durchschnittlichen europäischen Mann.
  • Der Risikowert ist die Temperatur, bei der Du geradeso die Nacht überlebst – weshalb Du Dich besser an den ersten beiden Werten orientierst und Dein Kälteempfinden realistisch einschätzt.

Schlafsäcke mit einer Grenztemperatur von +5°C mögen für den einen im Frühjahr/Herbst gut funktionieren. Für den anderen ist es aber schon ein Sommerschlafsack und er geht lieber auf einen Schlafsack von -5° bis 0°C.

Gerade bei der Temperatur ist mehr nicht besser, sondern Du solltest Dir überlegen, bei welchen Temperaturen Du realistisch auch wirklich unterwegs bist. Schlafsäcke bis -15°C funktionieren nur im Winter, während Schlafsäcke bis -30°C schon wirkliche Expeditionsschlafsäcke sind.

(Wann) Brauche ich ein Schlafsack-Inlett?

Ein Schlafsack-Inlett nutzt Du aus drei Gründen: für die Hygiene, den Komfort und/oder für zusätzliche Wärme. Dank des Inletts musst Du Deinen eigentlichen Schlafsack seltener waschen, Materialien wie Seide oder ägyptische Baumwolle liegen weich auf der Haut und spezielle Thermo-Inletts verbessern die Wärmeleistung Deines eigentlichen Schlafsacks. Das Inlett funktioniert übrigens auch als Hüttenschlafsack.

Schlafsäcke im Test

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