Die Anfänge Mitte der Achtziger

Bereits 1985 machten sich drei radsportbegeisterte Ingenieure von W.L. Gore daran, eine radsportspezifische Regenjacke zu entwickeln. Die damaligen "Tüten" konnten unangenehmen Regenschauern kaum den Schrecken nehmen. Seitdem hat sich jedoch sehr viel getan!

Welche Regenjacke eignet sich zum Rennradfahren?

Bei ambitionierten Rennradfahrern gilt primär die Maxime: möglichst wenig Gewicht! Gerne werden im Laden mehrere Exemplare eines Jackentyps auf die Waage gelegt, um auch ja das eine Exemplar zu finden, das die entscheidenden drei Gramm leichter ist. Abgesehen vom Gewicht sollte auch auf die folgenden Details geachtet werden:

Muss eine Rennrad-Regenjacke hundertprozentig wasserdicht sein?

Grundsätzlich ist dies wünschenswert bzw. die logische Aufgabe einer Regenjacke. Doch je höher die Intensitäten auf dem Rennrad ausfallen, umso wichtiger werden andere Aspekte, wie zum Beispiel die Atmungsaktivität. Daher sollte vor dem Kauf einer Rennrad-Regenjacke klar sein, welchen Zweck die Jacke erfüllen soll.

Welche Membran ist besonders wasserdicht oder atmungsaktiv?

Die verschiedenen Membrane versuchen den Spagat zwischen wasserdicht und atmungsaktiv zu vollbringen. Am Besten dürften dies Gore-Tex mit seiner Active-Membran gelinden - aber auch Dermizax, Sympatex und andere Membranen kommen zum Einsatz. Pertex Shield und Polartex Neoshell sind atmungsaktivere und etwas weniger wetterfeste Alternativen dazu. Eigenmembrane verarbeiten und anderem Endura (Exoshell) oder Vaude (Cerplex Active). Elastische Materialien und Einsätze sorgen zudem speziell auf dem Rennrad für einen hohen Tragekomfort.

Welche Ausstattung ist bei Rennrad-Regenjacken wichtig?

Wie sollte eine Regenjacke beim Rennradfahren sitzen?

Die Regenjacke sollte figurbetont, aber nicht einengend sitzen. Normalerweise kommt das Rennrad während der schneefreien Jahreszeit zum Einsatz. Somit hat man in der Regel weniger an und braucht damit auch weniger Platz für die Schichten darunter. Daher reicht es normalerweise, wenn unter einer Regenjacke lediglich Platz für eine (wärmere) Schicht ist. Das Einsatzprofil "Regen/Zusatzwärme im Sommer" kommt unserer Erfahrung nach beim Rennradjackenkauf deutlich häufiger vor als "Wetterschutz im Winter".

Tipp für winterfeste Rennradler: Bist Du auch zur kalten Jahreszeit unterwegs, solltest Du darauf achten, die Jacke ein wenig größer zu kaufen. Dann kannst Du eine wärmende Zwischenschicht darunter ziehen.