Unser Reporting*

Zahlen & Fakten zu unseren Auswirkungen auf den Planeten: Wir wollen wissen, welche Auswirkungen unser Tun auf die Erde hat. Deshalb erfassen und analysieren wir unsere Umweltauswirkungen und klimarelevanten Emissionen jährlich. Wie sich diese Zahlen in den letzten Jahren entwickelt haben, erfährst Du hier.
Die Klimabilanz bei Bergzeit wird nach dem Standard des Greenhouse Gas Protocol erstellt. Erfasst werden hier klimarelevante Emissionen wie Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) und ein paar weitere. Diese Emissionen werden in CO-Äquivalente (kurz CO2e) umgerechnet und je nach Entstehungsort in unterschiedliche Bereiche, sog. Scopes, eingeteilt.
  • Scope 1: in den eigenen Anlagen freigesetzte Emissionen, z.B. bei der Beheizung von Gebäuden
  • Scope 2: durch zugelieferte Energie (meist Strom) freigesetzte Emissionen
  • Scope 3: Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Lieferkette, z.B. bei der Herstellung unseres Büromaterials

Wir erfassen Emissionen für alle drei Scopes. Die Emissionen in Scope 1 und 2 lassen sich meist leicht ermitteln, z.B. durch die Messung der Verbräuche von Gas, Öl oder Strom. Bei Scope 3 ist das oft deutlich schwieriger, da man nicht immer alle nötigen Informationen aus vor- und nachgelagerten Prozessen erhält. Daher werden im Scope 3 nur in den wenigsten Fällen alle Bereiche erfasst. Wir erfassen in unseren Scope-3-Berechnungen in den Kategorien 3.1 bis 3.7: Verbrauchsmaterial, Vorketten der Energieträger, Transporte der Entsorger sowie unseres Retourendienstleisters und Fahrten zu unserer Ausweichlagerfläche, Abfallentsorgung, Geschäftsreisen und die Arbeitswege unserer Mitarbeitenden.

Neu dabei ab Geschäftsjahr 25/26 (März bis Februar): Erstmalig haben wir die Inbound- und Outbound Logistik detaillierter betrachtet und erweitern damit die bisherigen Systemgrenzen von einer eher gate-to-gate geprägten Betrachtung auf eine cradle-to-gate-Logik zuzüglich Versandemissionen – exklusive Sortiment. Durch die Erweiterung werden Emissionen entlang unserer Logistikprozesse vollständiger erfasst und künftig transparenter ausgewiesen.

Scope Emissionen Klimabilanz

Auswertung der CO₂-Äquivalente GJ 25/26


Den mit Abstand größten Einfluss haben im GJ 25/26 erneut die Scope 3 Emissionen (indirekte Emissionen) mit ca. 99,5%. Hingegen hat Scope 2 mit 0 Tonnen keinen Einfluss auf die klimarelevanten Emissionen. Das liegt an der Nutzung von 100% Ökostrom (ausgenommen Außenlager). In Scope 1 entstehen 0,5% der Emissionen. Hierzu gehören Wärmeerzeugung, Kraftstoffe sowie Klimatechnik. Dieser Wert konnte in den vergangenen Jahren durch Umbauarbeiten an der Heizungsanlage kontinuierlich gesenkt werden, und durch keine erneute Leckage in 2025/26 konnten wir hier die negativen Einmaleffekte deutlich reduzieren.

Eine tolle Nachricht für uns: wir erreichen unser Klimaziel in Scope 1 & 2 für 2026 bereits ein Geschäftsjahr früher: mit -264 Tonnen CO2e in Scope 1 & 2 gesamt im Vgl. zu 2019.
Detaillierte Scopes Emissionen Klimabilanz

Emissionen (CO₂e) nach Bereichen GJ 25/26


Das Kreisdiagramm zeigt die Aufteilung der insgesamt 1990Tonnen CO2e auf die verschiedenen Bereiche.
Nicht mehr ganz die Hälfte (50%) der erfassten Emissionen gehen auf die Arbeitswege der Mitarbeitenden zurück - zwar ist mobiles Arbeiten in unserer Verwaltung offizieller und beliebter Teil des Arbeitslebens, aber die wachsende Belegschaft und der Unterschied zu den COVID-Jahren macht sich dennoch bemerkbar. Die Filialen und Logistik kommen ohne Mitarbeitende vor Ort generell nicht aus. Daher fokussieren wir uns in der Reduktion der indirekten Emissionen nach wie vor auf die Mitarbeitendenanfahrt. Die Arbeitswege werden dabei jährlich über eine unternehmensweite Umfrage ermittelt.
Den zweigrößten Anteil hat die Beschaffung von Verbrauchsmaterial mit 43%. Hierzu gehören u.a. Lebensmittel für unsere Kantine, Druckerpapier und Versandmaterialien. Letztere machen hierbei ca 6% der Gesamtmissionen aus.  Durch die Erweiterung der Systemgrenzen und die strukturierte Erfassung der Sachkonten-Buchungen sehen wir einen Anstieg in den Bereichen "Dienstleistungen", "Maschinenwartung", "Transport" und "Software". Hierfür können wir nach dem Prinzip "you can only manage what you can measure" zukünftig Reduktionsmaßnahmen entwickeln.

Die Bestandteile unserer Tätigkeiten als Unternehmen, die Auswirkungen auf die Umwelt haben oder haben können, nennen sich Umweltaspekte. Diese Aspekte können negative und positive Auswirkungen auf die Umwelt haben und sind für uns als Unternehmen unterschiedlich stark beeinflussbar. Deshalb werden sie einerseits danach eingeteilt, ob wir direkt oder nur indirekt und wie 'leicht' wir Einfluss darauf nehmen können, und andererseits anhand ihres Ausmaßes an Auswirkung für die Umwelt bewertet.

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Bergzeit Ladesäule

Direkte Umweltaspekte

Diese entstehen als unmittelbare Folge unserer Tätigkeit an den Standorten und sind von uns direkt beeinflussbar. Hierzu zählen unter anderem die Nutzung von Ressourcen, wie Kraftstoff, Erdgas, Strom, Papier, Wasser oder die Erzeugung von Abfall. Aber auch Aspekte wie die Versiegelung von Flächen oder Lärm und Lichtverschmutzung.
Indirekte Umweltaspekte

Indirekte Umweltaspekte

Diese beziehen sich auf Umweltauswirkungen, auf die wir nur indirekt Einfluss nehmen können, indem wir in den Dialog gehen oder Möglichkeiten und Anreize schaffen, bestimmte Sachverhalte zu ändern. Dies sind beispielsweise der Produktlebenszyklus, die Umweltleistung von Lieferanten oder Dienstleistern oder die Anreise unserer Mitarbeitenden.

Energie


Eines unserer strategischen Umweltziele ist der Verzicht auf Fossile Brennstoffe. Durch die konsequente Umstellung auf E-Mobilität konnten wir den Kraftstoffverbrauch deutlich reduzieren. Im Laufe des GJ 25/26 wurden die verbliebenen Fahrzeuge durch E-Fahrzeuge ersetzt, somit ist der gesamte Unternehmensfuhrpark vollständig elektrifiziert.

In 2024 haben wir unsere Gasversorgung auf 100% Bio-Gas umgestellt und gleichzeitig damit begonnen auch bei der Heizenergie auf regenerative Energieformen umzustellen. Im Bereich der Verwaltung in Otterfing heizen und kühlen wir durch den Einbau von modernen und effizienten Wärmepumpen seit Herbst 2024 mit 100% Ökostrom, teilweise aus Eigenproduktion.

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Nachhaltigkeit - Wasser

Wasser | Abwasser


Der Wasserverbrauch an allen drei Standorten ist auf die primären Anwendungen, ähnlich eines Privathaushaltes, reduziert:
Trinkwasser, Geschirrspüler, Reinigung, Kantine und sanitäre Anlagen.

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Nachhaltigkeit - Abfall

Abfall


Bei den Abfallfraktionen dominieren Kartonagen, Papier sowie Altholz und Kunststofffolien. Der größte Teil dieser Fraktionen entsteht am Logistik-Standort in Otterfing, da hier neben dem Versand auch der zentrale Wareneingang für Neuware beheimatet sind. Durch den Betrieb unserer Kantine fallen Biomüll und Speisereste an. Aufgrund des wirtschaftlichen Wachstums ist es in den vergangenen Jahren zu einer jährlichen Erhöhung der Abfallmengen in Otterfing gekommen.

Im Laufe der Jahre konnten wir den Abfall an Kunststofffolien pro versendetem Paket deutlich reduzieren.

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Materialeinsatz


Als Handelsunternehmen konzentrieren sich unsere Verbrauchsmaterialien vor allem auf den Versand unserer Artikel im Shop. Das sind Kartonagen und Versandtaschen als Umverpackung beim Versand, sowie Druckerpapier für die Versandunterlagen.

Durch die Umstellung auf digitale Begleitpapiere konnten wir den Papierverbrauch pro versendetem Pakte kontinuierlich reduzieren. Auf Grund gesetzlicher Bestimmungen ist ein kompletter Verzicht auf Begleitschreiben noch nicht möglich.

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Kernindikatoren


Die bestehenden EMAS-Kernindikatoren werden in der bisherigen Logik fortgeführt. Zusätzlich werden die neuen Unternehmenskennzahlen basierend auf dem Handlungsfeld Enkelfähig aus der Unternehmensstrategie übernommen. Neu ist außerdem, dass folgende Kennzahlen im zentralen C-Level-Meeting regelmäßig betrachtet werden:
  • CO2e Emissionen je Sendung
  • Anteil der erreichten EMAS-Ziele
  • Reduktion der Scope 1-3 Emissionen
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Die Einhaltung aller geltenden Umweltvorschriften ist für uns ein Selbstverständnis und stellt lediglich das Minimum an betrieblichem Umweltschutz dar. 

Durch die Pflege eines Rechtskatasters sind alle relevanten Vorschriften- und Regelwerke bekannt. Wiederkehrende Prüfungen und Wartungen dokumentieren und überwachen wir in einem Online-Tool. Alle relevanten geltenden Umweltvorschriften werden eingehalten.

Umweltrechtsbereich Relevante Bereiche
Immissionsschutzrecht Kleinfeuerungsanlagen, Dunkelstrahler, Trafostation, Kfz, Dachaufbauten
Gebäudeenergiegesetz Neu- und Umbauten an Anlagen
Abfallrecht Abfallentsorgung, Lagerung von Abfall
Verpackungsgesetz Warenversand
Batteriegesetz Entsorgung und Verwertung gebrauchter Batterien
Hygienevorschriften Kantinenbetrieb
Gefahrstoffverordnung Kantinenbetrieb, Logistik
Wassernutzung Ableitung von Wasser in Bestand und Neubau
Baurecht Neu- und Umbauarbeiten
Arbeitssicherheit Alle Standorte
Energierecht Herkunftsnachweisverordnung (Nachweispflicht für Ökostrom)
*Anmerkung: Dieser Bereich der Webseite ist Bestandteil der geprüften Umwelterklärung im Rahmen unserer EMAS-Zertifizierung.