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Boulder-Landebahn

Marktüberblick: Crashpads/Bouldermatten im Vergleich

6 Minuten Lesezeit
Crashpads sorgen beim Bouldern für eine sichere Landung. Welche Bouldermatten-Typen gibt es? Und für welches Einsatzgebiet brauche ich welche Crashpads? Unsere Kaufberatung hilft weiter!

Crash = der Sturz, Pad = das Polster. Crashpads sind also „Sturzpolster“, die verhindern sollen, dass Du beim Bouldern draußen unsanft landest und Dir dabei wehtust. Welche Arten von Crashpads es gibt und welches sich für welchen Einsatzbereich eignet, verraten wir Dir hier. Einen Überblick über empfehlenswerte Bouldermatten findest Du in unserer Crashpad-Tabelle.

Was ist ein Crashpad?

Ein Crashpad ist eine aufklappbare, stabile Matte zum Bouldern, die Stürze dämpft, selbst wenn Steine darunter liegen. Außerdem bietet das Crashpad Komfort beim Sitzstart. Boulderer tragen es selbst zum Kletterspot.

Die wichtigsten Eigenschaften eines guten Crashpads sind deshalb:

  • geringes Gewicht
  • einfache Tragbarkeit
  • gute Dämpfung
🤓 Wissen kompakt: Wie ist ein Crashpad aufgebaut?

In der Regel besteht ein Crashpad aus zwei bis drei, in einigen Fällen sogar bis zu fünf verschiedenen Schichten:

  • Die oberste, relativ harte Schicht verteilt die Sturz-Energie. Diese Schicht besteht meist aus geschlossenporigem Schaumstoff oder vergleichbarem Material.
  • Die darunterliegende weiche Schicht dämpft den Sturz. Hier gilt die Faustregel: Je hochwertiger der Schaum, umso länger hält das Crashpad. Hier kommen häufig weitere Schaumstoffarten in unterschiedlichen Härten zum Einsatz (etwa als Durchschlagschutz). So kommt es dann zu Drei- oder Vierlagen-Matten.

Wie lange hält ein Crashpad?

Grob kann man sagen, dass ein Crashpad etwa 3 bis 5 Jahre lang hält. Die Haltbarkeit der Bouldermatte hängt insbesondere von zwei Faktoren ab:

  • der Qualität des verwendeten Schaumstoffs
  • der Intensität und Frequenz der Benutzung

Um die Lebensdauer Deines Crashpads zu verlängern, solltest Du es nach der Nutzung immer säubern. Entferne auch direkt nach dem Bouldern groben Schmutz und Steine. Diese können sonst beim Transport scheuern. Zuhause lagerst Du das Crashpad sauber und trocken.

Zeit das Crashpad auszutauschen ist es, wenn

  • Die Matte sehr viel nachgiebiger oder unterschiedlich weich ist.
  • Du den öfter den Boden durchspürst.
  • Dellen oder dauerhafte Mulden zu sehen sind.
  • Du grobe Beschädigungen festellst.

Welche Crashpad-Art für welchen Einsatz?

Es gibt verschiedene Arten von Crashpads, die allesamt Vor- und Nachteile haben. Man unterscheidet zwischen

🌮 Tacos: Werden zum Transport gebogen

🌯 Burritos: Werden gefaltet bzw. geklappt.

🧘‍♀️Sitpads: Kleine kompakte Matte.

Die Wahl des passenden Crashpads hängt dabei aber auch immer davon ab, was du vor hast. Für Highballs brauchst Du eine mindestens 10 Millimeter dicke Bouldermatte und entsprechend großer Landefläche. Als Allroundpad genügen Klassiker.

  • Allround-Crashpad: überschaubares Gewicht, begrenzte Landefläche (ca. ein Quadratmeter), mittlere Dämpfung (8-11 Zentimeter)
  • Highball-Pad: Gute Dämpfung (min. 11 Zentimeter und Durchschlagschutz (meist dreilagig); große Landefläche (um 1,5 Quadratmeter), Gewicht ist Nebensache
  • Zusatz-Pad: klein und leicht; für Traversen, den Sitz-Start oder zum Abdecken von Spalten und Steinen

Crashpad: Nützliche Ausstattung

Wenn Du Dir ein neues Crashpad zum Bouldern kaufst, kannst Du neben dem Einsatzzweck noch auf ein paar Details achten, die Dir das Leben einfacher machen.

  • Koppelbare Bouldermatten: Das gibt es etwa bei Ocun. Mit Reißverschlüssen oder Klettverschlüssen können die Matten auch längs aneinander befestigt werden – perfekt für Traversen. Zusätzliches Plus: So kann das Crashpad auch als Isomatte benutzt werden!
  • Griffschlaufen: So kann der Spotter das Pad schnell richtig positionieren. Erleichtert außerdem das Herumtragen des Pads vor Ort.
  • Tragesysteme: Je nach Dicke und Anzahl der Matten kommt da einiges an Gewicht zusammen. Hat man also vor, mehrere Matten zu transportieren, sollte man mindestens bei einer Bouldermatte auf ein anständiges Tragesystem mit Hüftgurt achten.
  • Fußabstreifer: So kannst Du mit sauberen Kletterschuhen an den Fels gehen. Das schafft mehr Trittsicherheit und auch die Boulderer nach Dir werden es Dir danken.
  • Transport-Crashpad: Es gibt Crashpads, in denen Du auch Schuhe oder Chalk verstauen kannst.

Crashpads: Testsieger und Empfehlungen

Welche Crashpads schneiden in Tests besonders gut ab? Hier findest Du Produkt-Tipps und Empfehlungen.

Black Diamond Circuit

Leichte und robuste Bouldermatte mit sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis – Preistipp Outdoor Crashpad-Test 2023.

Das Circuit Crashpad von Black Diamond ist die perfekte Bouldermatte für Einsteiger. Es ist leicht und besonders preiswert. Im Crashpad-Test des Outdoor-Magazins überzeugt es neben dem Preis auch durch eine „ordentliche Dämpfung“. Die Redaktion des Fachmagazins empfiehlt es für „mittlere Höhen, Parcours und als Zweitpad“. In Sachen Handling und Transport erhält es die volle Punktzahl.

  • Konstruktion und Aufbau: Burrito, zwei Schaumstoffschichten
  • Maße aufgeklappt/Packmaß: 90 cm x 121 cm x 10 cm / 90 cm x 60 cm
  • Gewicht: 3,6 kg
  • Crashpadausstattung: Rucksacktragesystem, Griffe/ Henkel

Moon Warrior

Einfaches, leichtes, aber sehr effektives Crashpad für Allroundeinsätze. Empfehlung im Outdoor Crashpad-Test 2023 und Tipp von Bergzeit Tester Bene.

Auch dem Warrior von Moon bescheinigt das Outdoor-Magazin ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. „Funktional, robust und stylisch“ lautet das Fazit der Testredaktion. Die Dämpfung sei sehr gut, solange man sich nicht im Highball-Bereich bewegt.

Auch Bergzeit Tester Bene ist begeistert von dem „geländegängigen Leichtgewicht“. Besonders gut gefällt ihm das Reverse-Fold System: Weil die obere, harte Schicht beim Falten außen liegt, lässt es sich laut Bene mit weniger Kraftaufwand zusammenlegen. Weiterer Vorteil der Technik: Der Schmutz vom Boden landet nicht an Klamotten oder im Auto. Bene empfiehlt das Warrior-Crashpad von Moon auch Frauen oder kleineren Boulderern.

👉 Hier geht´s zu Benes ausführlichem Testbericht.

  • Konstruktion und Aufbau: Taco, zwei Schaumstoffschichten
  • Maße aufgeklappt/Packmaß: 130 cm x 100 cm x 12 cm / 100 cm x 60 cm
  • Gewicht: 6 kg
  • Crashpadausstattung: Rucksacktragesystem, Griffe/ Henkel, Schuhabstreifer

Black Diamond Mondo

Crashpad mit großer Landefläche für anspruchsvolle Boulderprobleme und Highballs. Empfehlung im Bergzeit Test.

Das Mondo von Black Diamond ist ein echter Klassiker unter den Crashpads für fortgeschrittene und ambitionierte Boulderer. Bergzeit Tester und Kletterer Stefan Rehm hat die Bouldermatte ausführlich getestet. Gerade bei hohen Bouldern ist das Mondo für ihn „ein beruhigender Begleiter“. Die Dämpfung sei „top und die große Landefläche sehr angenehm“. 

Sicherheit geben außerdem Klettverschlüsse an der Unterseite des Crashpads. Damit hat das Mondo auch an den Spalten eine gute Dämpfwirkung. In Sachen Langlebigkeit überzeugt das Mondo von Black Diamond Stefan ebenfalls.

👉 Hier geht´s zu Stefans ausführlichen Testbericht.

  • Konstruktion und Aufbau: Taco, zwei Schaumstoffschichten
  • Maße aufgeklappt/Packmaß: 153 cm x 121 cm x 12 cm / 100 cm x 60 cm
  • Gewicht: 7,2 kg
  • Crashpadausstattung: Rucksacktragesystem, Griffe/ Henkel

Marktüberblick: Crashpads im Vergleich

Es gibt ja zahllose Crashpads auf dem Markt. Wir haben hier bewährte und empfehlenswerte Crashpads mit ihren wichtigsten Daten aufgelistet. Dadurch bekommst Du einen Überblick wie viel Gewicht Du zum Felsen tragen musst, wie groß die Landefläche ist, und wie das Pad konstruiert ist. Wir schlüsseln für Dich in der nachfolgenden Tabelle folgende Daten auf:

  • Bauart: Hier gibt es insbesondere die Typen Taco, Burrito und Addition-Pad
  • Dicke: Die Dicke des Crashpads gibt einen Überblick über den Einsatzbereich
  • Maße aufgeklappt: Bei höheren Stürzen kann eine größere Landefläche hilfreich sein
  • Transportmaße: Wenn das Crashpad nicht ins Auto passt kann der Transport schwierig werden.
  • Gewicht: Bei einem kurzen Zustieg ist das Gewicht kein Problem, aber …
  • Besonderheiten: Hier sind besondere Details des betreffenden Crashpads aufgeführt.

HerstellerNameBauart:Maße aufgeklapptPackmaßGewichtBesonderheitEmpfohlen für:
BealJumbo PadBi-Fold150x130x12 cm130x75 cm6,4 kg- sehr große Fläche
- großartige Stoßdämpfung
ambitionierte Boulderer
Black DiamondBlack Diamond CircuitBurrito120×90x10 cm90x60 cm3,6 kg- sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- leicht und robust
mittlere Höhen, Parcours und als Zweitpad
Black DiamondBlack Diamond MondoTaco153x121x12 cm 100x60 cm7,2 kg- große Landefläche
- robust
ambitionierte Boulderer, Highballs
LACDSpotmaster IIBurrito140x100x10 cm70x100 cm5,3 kg- Dämpfung nach dem Prinzip der Niedersprungmatten reduziert Einsinken und Unfallrisiko Einsteiger und nicht ganz so hohe Absprünge
MoonSaturnTaco160x120x14 cm80x120 cm9 kg- große, dicke Landefläche
- Reverse-Fold
ambitionierte Boulderer, Highballs
MoonMoon WarriorTaco130x100x12 cm100x60 cm6 kg- gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Reverse-Fold
Allround-Einsätze
PetzlAltoTaco118x100x10 cm25 x 65 x 100cm5,7 kg- dreilagige Schaumstoffkombination
- durchgehende Landefläche
Einsteiger und Allrounder

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