Lekis Faltstöcke landen in Tests regelmäßig unter den besten Wanderstöcken, denn sie sind zuverlässig, robust und überzeugend im Handling. Auch der Makalu FX Carbon wurde vom Outdoor Magazin schon zum Testsieger gekürt.
In meinem Test wollte ich herausfinden, was einen hochwertigen, technologisch ausgereiften Trekkingstock wie den Leki Makalu FX Carbon ausmacht und wie er sich im Einsatz von meinen bisherigen eher einfachen Wanderstöcken unterscheidet.
Die Eckdaten zum Leki Makalu FX Carbon
- Packmaß: 41 cm
- Gewicht: 504 g (Paar)
- Material: Carbon
- Griff: Schaumstoff, gummierter Griffkopf
- Stocklänge: 110-130 cm (Variante Compact mit Stocklänge 100-120 cm)
Die Makalu FX Carbon wirken sehr robust und hochwertig, fast schon edel mit dem langen Griff und der dunkel glänzenden Beschichtung.
Franziska v. Treuberg
Die Leki Makalu FX Carbon gibt’s 2026 in elegantem Dunkelgrün-Schwarz.
Franziska v. Treuberg
Bereit für den Test: Bergzeit Redakteurin Franzi war mit den Wanderstöcken auf Testtour.
Handling: Leki-Faltstöcke ausklappen und einstellen
Der größte Unterschied zu meinen Vorgänger-Stöcken lag für mich persönlich beim Handling. Der Umstieg von Teleskopstöcken mit Drehverschluss auf Faltstöcke war erst einmal ungewohnt. Falls Du noch keine Erfahrung mit Leki-Stöcken hast, kann es hilfreich sein, sich das kurze Video zum Produkt anzuschauen oder die beim Stock mitgelieferten Bild-Hinweise. Einmal durchschaut geht der Aufbau total easy und vor allem schnell.
- 3 Faltsegmente (FX, austauschbar)
- verstellbares Segment (110-130 cm)
- langer Griff
- Trekkingteller für weichen Untergrund (kann gewechselt werden)
- robuste Karbid-Spitze
🔒Leki hat verschiedene Verschlusssysteme entwickelt. Der Makalu FX Carbon besitzt das
- Speed Lock 2 Plus Klemmsystem zum Längeverstellen und das
- External Locking Device (ELD) Faltsystem für den schnellen Auf- und Abbau per Knopfdruck.
Anleitung für die Makalu FX Carbon Faltstöcke
- Ausklappen: Zum Einrasten des Faltverschlusses die Faltsegmente – am obersten der drei Segmente fassend – nach unten in die (maximale) Länge ziehen, bis der schwarze Knopf deutlich sichtbar einrastet. Tipp: Ruhig kräftig ziehen.
- Zusammenfalten: Zum Lösen den schwarzen Knopf drücken, dann zusammenschieben. Dabei das oberste Segment fast vollständig in den Stock reinschieben (nicht auseinanderziehen!), dann kann man anschließend einfach die unteren Segmente auseinanderziehen und falten.
Franziska v. Treuberg
Zum Ausklappen kräftig am oberen Faltsegment ziehen, bis es einrastet.
Franziska v. Treuberg
Zum Zusammenfalten erst den schwarzen Knopf (ELD-System) drücken, dann oberstes Faltsegment reinschieben und Segmente anschließend trennen.
Länge verstellen
Der untere Bereich hat nach dem Aufklappen eine Fixlänge. Die Länge variieren kann man mit dem oberen Segment des Stockes. Dieses verfügt über einen Speed Lock-Verschluss und ist stufenlos verstellbar:
- Einfach aufklappen, Länge zwischen 110-130 Zentimeter einstellen, wieder zuklappen.
Das komplette Verstell- und Faltsystem sitzt bombenfest. Kein Verrutschen der Länge, wie es bei meinen langjährig genutzten Stöcken gelegentlich vorkam, wenn sich der Drehverschluss gelockert hatte. Die
beiden Faltstöcke sind außerdem auf Anhieb gleich lang. Bei meinen alten Teleskopstöcken musste ich dazu die Länge der unteren Stocksegmente vergleichen – ziemlich unpraktisch, wenn es schnell gehen muss.
Franziska v. Treuberg
Mit dem Speed Lock-Klemmverschluss lässt sich die Stocklänge einfach und schnell verstellen.
Franziska v. Treuberg
Beim Bergaufgehen oder bei steilen Traversen ist die Griffverlängerung praktisch.
Auch unterwegs lässt sich die Stocklänge beim Makalu FX Carbon mit dem Speed Lock-Verschluss schnell anpassen. Um die Länge beim Gehen spontan zu variieren, ohne den Stock extra umzustellen, kann man in die untere Griffverlängerung umgreifen. So lassen sich nochmal 10-15 Zentimeter in der Länge verkürzen.
Transport
Ein kleiner Nachteil bei Faltstöcken ist für mich, dass man immer etwas mehr Material am Rucksack zu verstauen hat als bei ineinanderschiebbaren Teleskopstöcken. Dafür liefert Leki eine Tasche mit, in der die Stöcke schmutzfrei aufbewahrt werden können.
⭐ Fazit zum Handling: Fix gefaltet und entfaltet, sichere Haltekraft der Verschlüsse und einfache, flexible Längenverstellung.
Größenwahl: Standard oder Compact?
Bei der Standard-Variante des Makalu FX Carbon, die ich getestet habe, befinde ich mich mit 1,68 Meter Körpergröße eher am unteren Limit der variablen Längeneinstellung (110-130 Zentimeter). Die Minimallänge von 110 Zentimeter passt für mich gerade richtig bei steileren Anstiegen, aber kürzer einstellen geht dann nicht mehr. Dafür habe ich wie oben beschrieben noch etwas Spielraum durch den verlängerten Griff nach unten.
Die Compact-Variante des Makalu FX Carbon (100-120 Zentimeter) eignet sich für kleinere Personen. Hier befände ich mich von der Längeneinstellung her am oberen Limit, aber hätte insbesondere beim Abstieg keinen Spielraum mehr zu verlängern.
⭐ Meine Empfehlung: Kleinere Personen unter 1,60 Meter wählen am besten den Compact. Wer an der Grenze ist, sollte beide Modelle ausprobieren. Leki empfiehlt den Standard-Makalu für eine Körpergröße von 155 bis 185 Zentimeter.
Die Compact-Variante kommt übrigens mit einem Faltsegment weniger.
👉 Tipps zur Stocklänge gibt Dir unser Beitrag Wanderstöcke einstellen: So findest Du die richtige Länge.
Meine Eindrücke vom Test
Der Makalu FX Carbon legt den Fokus auf Stabilität und Komfort. Es gibt sicherlich leichtere Trekkingstöcke, trotzdem fühlen sich die FX Carbon mit 504 Gramm relativ leicht an. Und die stabile Bauweise merkt man sofort: Ich hatte in jedem Gelände, bergauf wie bergab, sicheren Halt und ein Gefühl von Kontrolle. Die robuste Spitze bohrt sich in jeden Untergrund und ich konnte die Stöcke gezielt aufsetzen.
Franziska v. Treuberg
Mit dem Leki Makalu FX Carbon auf Test-Tour in den bayrischen Voralpen.
Bisher war ich Wanderstöcke mit Antishock-System gewohnt, allerdings empfinde ich die Stabilität ohne Dämpfung als besser – gerade wenn die Wege alpiner sind und mehr Geröll rumliegt. Wer darauf Wert legt und eher im Genusswander-Bereich unterwegs ist, bekommt mit den Makalu FX Carbon AS auch eine Variante mit Federung.
Franziska v. Treuberg
Auch bergauf bietet der Leki Makalu FX Carbon gute Unterstützung und liegt leicht in der Hand.
Die Griffverlängerung erlaubt flexibles Greifen bei Bergauf- und Bergabpassagen, ohne gleich die Stocklänge umstellen zu müssen. Und auch sonst sind die Griffe auf Komfort optimiert, wie Du im nächsten Abschnitt lesen kannst.
⭐ Fazit zum Einsatz der Stöcke: extrem stabil, kontrolliertes Aufsetzen und guter Halt auf anspruchsvollen Wegen und Steigen.
Wie angenehm ist der Griff?
Leki hat den Makalu FX Carbon mit dem hochwertigen Aergon Air Griff ausgestattet: Der Griff und die Verlängerung darunter besteht beim Makalu FX Carbon aus weichem Schaumstoff. Dieser ist geruchslos und färbt auch nicht ab, wie ich das manchmal an anderen Produkten (nicht bei Stöcken) erlebt habe. Das gibt definitiv einen Pluspunkt für Qualität.
Das Griffmaterial selbst ist Geschmackssache. Ich persönlich empfinde Gummigriffe als etwas angenehmer und kühler, wenn die Finger warm und schwitzig sind. Der Schaumstoff ist rutschfest, auch mit feuchten Händen oder Handschuhen.
Tipp: Bei der kürzeren Compact-Variante und der Pro-Variante des Makalu FX Carbon ist der Griff aus Kork.
Franziska v. Treuberg
Der Leki Makalu FX Carbon hat lange Griffe aus Schaumstoff.
Franziska v. Treuberg
Die stabile Leichtbauweise des Aergon Air Griffs mit Hohlraum ist im Licht gut erkennbar.
Umso besser gefällt mir der gummierte Griffkopf, der einerseits aus angenehmem Material besteht und zusätzlich ergonomisch geformt ist. Damit greife ich die Stöcke gern auch mal von oben, zur Abwechslung und bei steileren Abstiegen, um mich darauf zu stützen und den Stock kontrolliert zu setzen.
Franziska v. Treuberg
Die Handschlaufe lässt sich stufenlos verstellen.
Franziska v. Treuberg
Zum Festmachen der Schlaufe muss das Verstellelement nach unten gedrückt werden.
Die Handschlaufe aus weichem, glatten und sehr leichten Material gibt der Hand guten Halt. Um die Schlaufe zu verstellen, einfach das Element im Griffkopf mit der Schlaufe oder dem Daumen hochschieben, dann kann man die Schlaufe stufenlos einstellen. Danach wieder nach unten ziehen oder drücken. Nun sitzt sie absolut fest und man kann gut Druck ausüben.
⭐ Fazit zum Griff: komfortabler, durchdachter und hochwertiger Griff mit Variationsmöglichkeiten für angenehmes Greifen in jeder Situation.
Fazit: Für welchen Einsatz eignet sich der Makalu FX Carbon?
Leki schreibt, der Makalu FX Carbon sei für Bergabenteuer gemacht. Also für Wanderungen genauso wie für steile Bergtouren. Ich habe den Stock bisher beim Bergwandern im Frühling getestet, werde ihn aber bald auch für alpine Touren im Sommer einpacken ebenso wie für Mehrtagestouren mit schwerem Rucksack. Denn für anspruchsvolles Gelände ist dieser extrem stabile, leichte und robuste Trekkingstock definitiv zu empfehlen. Und auch für lange Touren bietet er anhaltenden Komfort.
Meine neuen Leki-Wanderstöcke haben mich voll überzeugt, denn
- sie sind super schnell einsatzbereit und lassen sich flexibel anpassen.
- sie stützen stabil, punktgenau und verlässlich – bergauf wie bergab.
- der komfortable Griff mit Griffverlängerung und ergonomischem Griffkopf ermöglicht schnelles Umgreifen und gezielte Führung.
- sie sind leicht und kompakt verstaubar.
Den Makalu FX Carbon gibt es auch noch in einigen anderen Varianten:
- Antishock-Variante (AS) mit Dämpfung für genussorientiertes Wandern
- Pro-Modell mit Korkgriff
- Compact-Variante mit kürzerer Länge