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Größenberater Helme, Caps & Co.

Kopfumfang und Helmgröße richtig messen

6 Minuten Lesezeit
Der Kopfumfang (auch Hutgröße) ist bei Helmen, Mützen, Caps und Stirnbändern das Maß aller Dinge. Unsere Anleitung verrät, wie Du diese korrekt messen kannst. Zudem gibt's Tipps zur Passform von Ski- und Fahrradhelmen sowie eine Größentabelle.

Der Kopfumfang (auch Hutgröße genannt) ist bei Helmen, Mützen, Caps und Stirnbändern das Maß aller Dinge. Hier findest Du eine Anleitung zum richtigen Vermessen Deines Kopfes.

Kopfumfang mit dem Maßband messen

Zum Messen des Kopfumfanges (auch Hutgröße genannt) benötigt Ihr ein Maßband oder alternativ auch eine Schnur und einen Meterstab bzw. Zollstock oder ein langes Lineal.

  • Das Maßband wird etwa einen Zentimeter oberhalb von Augenbrauen und Ohren über die Stirn (nicht oben am Haaransatz!) waagerecht um den Kopf gelegt. Die eine Hand fixiert das Ende, die andere führt das Maßband.
  • Das Band sollte eng anliegen aber nicht einschneiden.
  • Wird eine Schnur als Messhilfe verwendet, legt Ihr diese analog zur Maßband-Methode an und markiert den Schnittpunkt. Anschließend nehmt Ihr das Maß, den Abstand vom Anfang bis zur Markierung, mit einem Lineal oder Meterstab ab und bestimmt so Euren Kopfumfang.
Lege Maßband oder Schnur waagrecht um den Kopf (etwa einen Zentimeter oberhalb der Augenbrauen).

Bergzeit

Lege Maßband oder Schnur waagrecht um den Kopf (etwa einen Zentimeter oberhalb der Augenbrauen).


Video: Kopfumfang messen – so geht’s

Welcher Helm passt mir & wie messe ich meinen Kopfumfang? Im Video findest Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Die Hutgröße zählt auch bei Mützen, Caps und Stirnbändern

In welchen Größen es Outdoor-Hüte, Beanies, Stirnbänder oder auch Basecaps zu kaufen gibt, ist reine Herstellersache. Sind die Kopfbedeckungen in S, M, L oder auch Doppelgrößen wie S/M erhältlich, findet Ihr bei uns in den Hersteller-Größentabellen beim Produkt jeweils den entsprechenden Kopfumfang. Viele Hersteller verwenden aber auch die Auszeichnung one size oder uni. Derartige Modelle sind in der Regel für den „Durchschnittskopf“ gemacht und bewegen sich irgendwo zwischen 54 bis 56 Zentimeter für Damen und 58 bis 60 Zentimeter für Herren. Auch hierzu gibt es beim Produkt herstellerspezifische Angaben – sofern diese von den Firmen angegeben werden. Letztlich sind Beanies und Stirnbänder im Normalfall dehnbar und Caps oft per Snapback, Klett oder ähnlichem größenverstellbar.

Größentabelle Mützen, Caps und Stirnbänder (Hutgröße)

Die folgende allgemeine Größentabelle für Hutgrößen dient als Orientierungshilfe für textile Kopfbedenkungen, zu denen keine expliziten Herstellerangaben vorliegen. Wo spezifische Tabellen vorliegen, findet Ihr diese im Bergzeit Shop unter „Größentabelle“ beim jeweiligen Produkt.

Internationale Hutgrößen

Unisex-GrößeXSSMLXL
Kopfumfang in cm53-5455-5657-5859-6061-62

Kopfumfang Einheitswerte/Durchschnittswerte

Uni / one sizeDamenHerrenUnisexKinder
Kopfumfang in cm54-5658-6056-5850-55

Welche Größe bei Sporthelmen?

Auch beim Kauf eines Fahrrad-, Ski-, oder Kletterhelms gilt es als Erstes den eigenen Kopfumfang zu messen. Wie das geht, lest Ihr im Absatz „Kopfumfang mit dem Maßband messen“. Danach geht es an die Suche nach dem passenden Produkt. In der Regel ist die Größe bei Helmen innen oder außen am Helm angegeben. Die meisten Modelle verfügen über ein Verstellsystem, das einige Zentimeter ausgleichen kann.

Ein Helm gehört zur Standardausrüstung eines Bergsportlers, da er Dich vor Stürzen, Ästen oder Steinschlag zu schützen kann.

Ein Helm gehört zur Standardausrüstung eines Bergsportlers, da er Dich vor Stürzen, Ästen oder Steinschlag zu schützen kann.


Wie muss ein Helm sitzen?

Im Gegensatz zu Mützen, die sich jeder nach persönlichem Stil mehr oder weniger weit ins Gesicht ziehen kann, sollte ein Helm tatsächlich eher waagerecht auf dem Kopf sitzen. Die Helmweite muss dem Kopfumfang mittels Verstellsystem (z.B. Drehrad oder Ratsche) angepasst werden.

  • Selbstcheck: Ein optimal eingestellter Helm sollte auch mit geöffneten Kinnriemen auf dem Kopf bleiben, wenn man diesen kräftig schüttelt oder sich langsam vornüber beugt.
Helme lassen sich entweder mittels Größenrad...

Helme lassen sich entweder mittels Größenrad…


... oder Ratsche auf der Rückseite verstellen.

… oder Ratsche auf der Rückseite verstellen.


Als nächstes wird der Kinngurt eingestellt. Die seitlichen Gurtbänder sollen sauber an den Ohren vorbei laufen und sich unterhalb kreuzen. Ist die Schnalle geschlossen, wird empfohlen, noch ungefähr einen Finger breit Luft unter dem Kinn zu haben, damit ausreichend Bewegungsspielraum besteht.

Dennoch ist es wichtig, bereits beim Kauf die optimale Größe auszuwählen. Zum einen kommt auch die Größenverstellung irgendwann an ihre Grenzen und zum anderen schützt nur ein wirklich gut sitzender Helm vor Verletzungen. Ist der Helm zu groß, rutscht er im schlimmsten Fall bei einem Unfall weg und schützt den Kopf nicht mehr ausreichend. Ein zu kleiner Helm dagegen passt erst gar nicht auf den Kopf und verursacht unangenehme Druckstellen.

Viele Helmhersteller nutzen bei der Auszeichnung ihrer Produkte nicht immer die Zentimeter-Angabe. Oft gesehen ist auch die internationale Kennzeichnung mit S, M, L oder Doppelgrößen wie S/M oder L/XL. Leider gibt es keine einheitliche Norm, die festlegt, welcher gemessene Wert den jeweiligen Größenangaben entspricht. Daher sollte man sich vor dem Kauf genau informieren, was zum Beispiel die Auszeichnung S/M beim jeweiligen Hersteller bedeutet. Herstellerspezifische Größentabellen findet Ihr im Bergzeit Shop wie gewohnt beim jeweiligen Produkt unter „Größentabelle“.

  • Tipp: Liegt der ermittelte Kopfumfang zwischen zwei Größen (z.B. 59 Zentimeter bei M (57 bis 59 Zentimeter) und L (59 bis 61 Zentimeter) empfehlen wir die größere Größe zu wählen. Dann passt auch mal eine dünne Mütze darunter.

Tipp: Brille und Helm müssen harmonieren!

Bei Sport-Helmen ist es außerdem wichtig, dass sie mit der Brille kompatibel sind. Nicht jede Skibrille passt zu jedem Skihelm und auch Fahrradhelme harmonieren unter Umständen nicht optimal mit jeder Sonnenbrille. Eine Skibrille sollte daher so an den Helm anschließen, dass keine unangenehmen Kältebrücken oder Überlappungen entstehen. Mehr dazu verrät unsere Shop-Kaufberatung für Skibrillen. Bei der Fahrradbrille ist darauf zu achten, dass die Kombi aus Helm und Brille keine Druckstellen erzeugt.

Kopfumfang und Helmgrößen bei Kindern

Auch bei Kinderhelmen ist der Umfang des Kopfes die Grundlage für die Auswahl. Das Messen funktioniert wie oben beschrieben am einfachsten mit einem Maßband, gegebenenfalls vor einem Spiegel, so dass das Kind zusehen oder auch mithelfen kann.

  • Wichtig: Auch wenn der Kopf von Kindern gerade in den ersten Lebensjahren rasant wächst, ist eine passende Helmgröße unbedingt erforderlich. Wer sparen will und sein Kind in einen zu großen Helm „hineinwachsen“ lässt, riskiert die Sicherheit seines Kindes. Nur ein passender, gut eingestellter Helm kann zuverlässigen Schutz bieten.

Bei der Größenwahl ist es sinnvoll, den Helm auch mit einer dünnen Mütze anzuprobieren, denn gerade Kinder tragen diese in der kälteren Jahreszeit oft unter dem Helm. Der Verstellbereich sollte daher genügend Spielraum bieten, um mit und ohne Mütze optimal auf dem Kopf zu sitzen. Wichtig: Einstellungen gegebenenfalls immer anpassen!

Neben der optimalen Passform – kein Verrutschen zur Seite oder nach hinten – empfiehlt es sich bei Kinderhelmen, Wert auf eine leichte Handhabung des Verstellsystems und der Verschlussschnalle, ein geringes Gewicht und ein ansprechendes Äußeres zu achten. Denn nur wenn der Kletter-, Fahrrad- oder Skihelm dem Kind gefällt, wird er auch gern aufgesetzt.

Fazit zur Größenberatung Mützen, Helme, Caps & Co.

Nur eine passende Kopfbedeckung schaut im Idealfall gut aus UND erfüllt auch ihren Zweck – sei es als Cap für den Sonnenschutz, als Mütze gegen die Kälte oder als Helm zum Schutz vor Verletzungen. Die eigene Helm-, Hut- oder Mützengröße lässt sich einfach anhand des Kopfumfanges ermitteln. Da es für die Auszeichnung von Helmgrößen (ebenso wie bei Bekleidung) kein normiertes System gibt, wird der gemessene Wert im Anschluss am besten mit den Angaben des Herstellers abgeglichen.

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