• Seit 1999 online
  • Powered by 350 Bergsportler
  • Am Puls der Berge
Wissen, wo's herkommt!

Move to Natural: Icebreaker Transparency Report 2020

5 Minuten Lesezeit
Icebreaker vertritt die Meinung, dass Verbraucher genau darüber informiert sein sollten, was sie auf der Haut tragen und wie das Produkt hergestellt wurde. Vollständige Transparenz ermöglicht es, bewusstere Entscheidungen zu treffen. Aus diesem Grund hat das Unternehmen nun seinen dritten Transparency Report veröffentlicht.

Icebreaker bedeutet das Eis zu brechen. In erster Linie geht es natürlich darum, Bekleidung zu produzieren. Dahinter verbirgt sich jedoch unser grundlegendes Ziel: das Eis zu brechen, neue Ideen zu entwickeln und neue Beziehungen zwischen Menschen und der Natur herzustellen.

Icebreaker Gründer Jeremy Moon erzählt, wie alles angefangen hat:

„Wie so oft im Leben passieren die besten Dinge ungeplant. Mit icebreaker begann alles im Jahr 1994. Ich war 24 Jahre alt und meine amerikanische Freundin kam gerade von einem Aufenthalt auf einer Schaffarm auf Pohenui Island in Neuseeland zurück.“

Icebreaker möchte mit seinen Materialien einen positiven Unterschied bewirken. | Foto: Icebreaker

Die Erfahrungen und Eindrücke, die sie auf dieser Farm gesammelt hatte, waren für sie zutiefst beeindruckend und sie überredete mich dazu, den Schafzüchter selbst kennenzulernen. Als ich eine Woche später tatsächlich mit dem Farmer zum Mittagessen verabredet war, schob er mir ein T-Shirt aus Wolle zu: „Was meinst du?“ Ich probierte es sofort an. Es war ganz anders als ich erwartet hatte. Es fühlte sich seidig weich an und war unglaublich bequem – ganz anders als die kratzige, schwere Wolle, die ich aus meiner Kindheit kannte. Es war aus hochfeiner Merinowolle gestrickt, die von den Schafen auf Pohenui Island kam. Ich ließ es zum Mittagessen gleich an und habe es seitdem nie wieder zurückgegeben.

Wenige Monate zuvor war ich auf einer fünftägigen Kajaktour unterwegs gewesen und trug dabei Polyester. Es war damals das sogenannte „technische“ Outdoor-Material. Zwar sah es irgendwie cool aus, jedoch fühlte es sich unnatürlich an und trug sich wie Plastik. Am zweiten Tag roch ich bereits nach Schweiß. Als ich hörte, dass alle synthetischen Outdoor-Materialien – wie etwa Polyester oder Polypropylen – aus Kunststoff hergestellt werden, war ich schockiert. Es kam mir einfach verrückt vor, in die Natur zu flüchten und dabei eine Plastiktüte zu tragen.

In den nächsten Tagen und Wochen wurden das T-Shirt und ich unzertrennlich. Ich ging damit zum Laufen und Biken, trug es unter meinem Hemd zur Arbeit, zum Ausgehen am Abend und ich schlief sogar darin. Es war so herrlich weich, nie zu warm und roch selbst nach tagelangem Tragen nicht. Ich konnte es zudem einfach in die Waschmaschine werfen und im Gegensatz zu anderer Outdoor-Bekleidung war es 100% natürlich. Meine amerikanische Freundin ging zwar wieder zurück in die USA, jedoch war das T-Shirt zu meiner neuen Leidenschaft geworden.

Genau das hatte ich gesucht: eine großartige Idee mit globalem Potential. Meinem Bauchgefühl folgend kündigte ich meinen Job in der Marktforschung und versetzte mein Haus, um 25.000 Neuseeland-Dollar zu beschaffen – wobei ich der Bank erzählte, dass ich Geld für eine neue Küche bräuchte. Mit dem Geld kaufte ich das Konzept hinter dem Prototyp. Es kam mir nicht riskant vor – vielmehr war ich der Meinung, dass ich keine andere Wahl hatte.

Icebreaker pflegen enge und langfristige Partnerschaften mit den Produzenten. | Foto: Icebreaker

Unser Unternehmenszweck war klar und ließ sich als einfache Frage formulieren: Wie können wir Verbrauchern eine natürliche Alternative zu synthetischer Outdoor-Bekleidung bieten?

Jeder, der das Produkt trug, war verblüfft. Ich war davon überzeugt, dass das Ganze ein Erfolg werden würde – sofern ich nichts vermasselte. Für mich war es ein Blindflug und ich holte deshalb viel Hilfe ein. Ich arbeitete einen Geschäftsplan aus, fand über die Eltern meiner Freunde acht Investoren, die bereit waren, Geld vorzuschießen und einen Beraterausschuss mit Unternehmergeist und Erfahrung zu bilden. Wir hatten eine klare Vision und so war icebreaker 1995 geboren. Wir waren die Kleinen mit der großen Idee: Menschen mit der Natur zu verbinden, während sie ein Produkt aus der Natur tragen. Noch vor Jahresende wurden wir von 14 mutigen Outdoor-Geschäften in ganz Neuseeland geführt. Sie waren die ersten, die bereit waren, sich auf einen jungen Kerl mit einem Traum und einem Koffer voller Merino Base Layer einzulassen.

Move to Natural

Heute – 25 Jahre später – ist Icebreaker in vielen Länder auf der ganzen Welt vertreten. Der Kerngedanke, eine natürliche Alternative zu synthetischer Bekleidung zu ermöglichen, ist dabei noch immer in der Vision der Marke verankert. Mit dem Slogan „Move to Natural“ beschreiben Icebreaker das Bestreben, Teil einer Bewegung zu sein, die sich einem nachhaltigen Lebensstil verschrieben hat – einem Wunsch, der in der heutigen Zeit präsenter ist, denn je. Immer mehr Menschen beginnen den eigenen Lebensstil und das Verhalten als Konsument zu hinterfragen: „Aus welchen Materialien besteht meine Kleidung eigentlich und unter welchen Bedingungen wurde sie hergestellt?“ Mit unseren Produkten wollen wir all diesen Kunden eine Alternative bieten, weg von Plastik auf der Haut hin zu mehr Natur – ganz im Sinne von „Move to Natural“.

Plasticfree by ’23

Move to Natural ist dabei lange nicht mehr nur ein Slogan. Für uns ist es vielmehr ein Maßstab, anhand dessen wir unseren aktuellen Stand zur Nachhaltigkeit selbst hinterfragen und weiter daran arbeiten. Stand heute ist bereits 87% unserer gesamten Faserzusammensetzung natürlichen Ursprungs. Ein Erfolg, auf den wir stolz sind, auf dem wir uns aber nicht ausruhen möchten. Wir arbeiten weiter an der Erforschung neuer innovativer Naturfasern, um den bislang notwendigen Plastikanteil unserer Bekleidung schrittweise zu ersetzen. Dabei haben wir uns zum Ziel gemacht, alle verbleibenden synthetischen Bestandteile der Kollektion bis 2023 komplett zu ersetzen: Plasticfree by ’23.

Contentseite Transperancybericht Ice Breaker
Icebreaker kommt seinem Ziel der Verwendung von plastikfreien Fasern einen Schritt näher. | Foto: Icebreaker

Den vollständigen Transparency Report von Icebreaker findest Du hier. 

Mehr über Icebreaker und deren Produtke erfährst Du im Bergzeit Markenshop

Rubriken und Themen

Abonnieren
Benachrichtige mich zu:
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Unsere Top Outdoor Kategorien


Bergzeit Magazin - Dein Blog für Bergsport & Outdoor

Willkommen im Bergzeit Magazin! Hier findest Du Produkttests, Tourentipps, Pflegeanleitungen und Tipps aus der Outdoor-Szene. Von A wie Alpspitze bis Z wie Zwischensicherung. Das Redaktionsteam des Bergzeit Magazins liefert zusammen mit vielen externen Autoren und Bergsport-Experten kompetente Beiträge zu allen wichtigen Berg- und Outdoorthemen sowie aktuelles Branchen- und Hintergrundwissen.