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Selbst gemacht schmeckt besser!

Energieriegel und Energy Balls selber machen

8 Minuten Lesezeit
Wer draußen aktiv ist, braucht Energie. Die Bergzeit Mitarbeiter stellen Euch 5 Lieblingsrezepte für selbstgemachte Energieriegel und Energy Balls vor. Für schnelle Energie beim Wandern, Radfahren oder Wintersport.

Selbst gemacht statt gekauft – das spart Verpackung. Macht Spaß. Und Du bestimmst selbst, was reinkommt und was nicht. Wenn Du beim Wandern, Klettern oder Biken eine kleine wohlverdiente Pause einlegst, sind selbstgemachte Energieriegel und Energy Balls (bzw. Power Balls) als Snack einfach nicht zu toppen. Ganz egal, ob Du Schokoholic, Trockenfrüchte-Fan oder Nuss-Liebhaber bist: Mit diesen 5 Rezepten vom Bergzeit Team kannst Du Dir einen Power Snack ganz nach Deinen eigenen Wünschen zusammenstellen.

Wenn Du auch ein Rezept hast, freuen wir uns auf Deinen Input in den Kommentaren!

Bananen-Schoko-Energieriegel von Caroline (Bergzeit Redaktion)

Caro
Caros Tipp: Energieriegel mit Bananenchips, Cashews & Schokolade. | Foto: Caroline Opp

„Mein Sohn und ich sind große Schoko-Fans. Statt mit Schokolade pur jede Menge leere Kalorien mit auf Tour zu nehmen, bereite ich gerne hin und wieder ein Blech dieser Riegel zu – sie enthalten neben leckerer Zartbitter-Schokolade nämlich noch viele andere wertvolle Zutaten wie Hafer, Bananenchips und Cashew-Kerne. Gut abgedeckt im Kühlschrank halten sich die Riegel etwa drei Wochen.“

Zutaten für 16-20 Bananen-Schoko-Riegel

  • 200 g Cashewkerne
  • 200 g kernige Haferflocken
  • 200 g getrocknete Bananenchips
  • 130 g Butter
  • 120 g Honig
  • 200 g gebackenes Müsli (z. B. Seitenbacher)
  • 30 g Mehl
  • 1  Eiweiß (Größe M)
  • 50 g Zartbitter-Schokolade

Cashewkerne grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Herausnehmen und abkühlen lasten. Haferflocken ebenfalls anrösten. Bananenchips zerkleinern. In einem kleinen Topf die Butter schmelzen und anschließend den Honig beimischen. Rühren, bis eine homogene Masse entstanden ist.

Haferflocken, Müsli, Mehl, Kerne und Bananen hinzugeben und gut mischen. Ein Ei trennen, das Eiweiß steif schlagen und unter die Masse heben. Ein Backblech mit Backpapier oder Backunterlage auslegen. Die Müslimasse darauf zu einem Rechteck von circa 30 x 20 Zentimetern verteilen (die Höhe sollte ca. zwei Zentimeter betragen).

In den bei 175 Grad (E-Herd) bzw. 150 Grad (Umluft) vorgeheizten Ofen geben und 25 Minuten backen, bis es leicht gebräunt und druckfest ist. Abkühlen lassen und in circa 16-20 Riegel zerschneiden. Schokolade über einem warmen Wasserbad schmelzen, die Energieriegel verzieren und dann weitere 40 Minuten auskühlen lassen, bis die Schokolade fest ist. Variante: Auch mit Erdnüssen (statt Cashews) sind diese Riegel richtig lecker.

Übrigens: Cashews sind reich an B-Vitaminen und Magnesium – schon eine Handvoll deckt ein Viertel des täglichen Magnesium-Bedarfs. Gerade bei schweißtreibenden Aktivitäten ist es wichtig, den Muskeln diesen Mineralstoff zurückzuführen. 

Cranberry-Amaranth Energy Balls von Elisabeth (Brand & Design)

Elisbeth
Elisabeth’s Geheimtipp: leckere Energy Balls mit Cranberries. | Foto: Elisabeth Forte

„Ich liebe die Kombination aus fruchtigen Cranberries, knackiger Mandel und gepufftem Amaranth. Deswegen habe ich auf Tour auch immer ein paar von diesen Power Bällchen zum zwischendurch Snacken dabei! Übrigens: Wer kein Schoko-Proteinpulver hat, kann hier auf „neutrales“ Proteinpulver in Kombination mit Kakao der Zimt ausweichen.“

Zutaten für 15 Cranberry-Amaranth Energy Balls

  • 10 EL, ca. 25 g gepufften Amaranth
  • 30 g Haferkleie
  • 20 g Schoko-Proteinpulver (1 1/2 gehäufte Esslöffel)
  • 30 g Cranberries, getrocknet
  • 1 Banane, geschält
  • 20 g gehackte Manden

Den Backofen auf 150°C/Heißluft vorheizen. Alle Zutaten in einen Mixer geben und ca. eine Minute rühren. Kleine Bällchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Amaranth Power Bälle für ca. 10 Minuten backen. Abkühlen lassen und genießen.

Schon gewusst? Amaranth ist schon seit rund 3.000 Jahren Teil der Ernährung von uns Menschen. Das sogenannte Pseudo-Getreide ist reich an hochwertigem Eiweiß (vor allem essenzielle Aminosäuren wie Lysin und Methionin). Darüber hinaus versorgen Dich die kleinen Powerkörnchen mit viel Calcium, Magnesium und Eisen. 

Pistazien-Powerriegel von Bärbel (Bergzeit Redaktion)

Diesen fruchtigen Energieriegel schmecken zu jeder Jahreszeit, sagt Bergzeit Redakteurin Bärbel. | Foto: Alexandra Sitzberger

„Diese leckeren Riegel habe ich zum ersten Mal bei einer Freundin probiert. Ich war gleich begeistert, wie gut die Pistazien und das Lebkuchengewürz zusammenpassen. Schmeckt aber selbstverständlich nicht nur im Winter.“

Zutaten für 12-15 Pistazien-Energieriegel

  • 100 g Cranberries, getrocknet
  • 80 g brauner Zucker
  • 100 g Honig, flüssig
  • 1 El Zitronensaft
  • 50 g Butter
  • 1 bis 1,5 Tl Lebkuchengewürz
  • 100 g Haferflocken, kernig
  • 100 g blütenzarte Haferflocken
  • 100 g Pistazienkerne
  • 30 g Sesamsaat
  • 50 g Sonnenblumenkerne

Cranberries fein hacken. Honig, Zitronensaft und Zucker vorsichtig unter Rühren in einem Topf erhitzen. 5 Minuten köcheln lassen. Dann Butter und das Lebkuchengewürz unterrühren. Gib die Cranberries, die Haferflocken, Pistazien, Sesam und Sonnenblumenkerne dazu und verrühre alles gut. Verteile die Masse in einem Quadrat von ca. 24 x 24 Zentimetern auf einem mit einem Backpapier – oder Backunterlage – ausgelegten Blech. Gib ein Backpapier auf das Quadrat und drücke alles mit einem Nudelholz fest. Dann Backpapier wieder abziehen und das Blech in den vorgeheizten Backofen (180 Grad E-Herd / 160 Grad Umluft) auf die 2. Schiene von unten geben. 20 Minuten backen.

Die Masse 20 Minuten in der Form abkühlen lassen und auf ein Brett stürzen. Backpapier abziehen. Die Masse in Riegel (4 x 12 cm) schneiden und auskühlen lassen. Tipp: Wer gern einen kräftigen Nussgeschmack mag, kann die Nüsse rösten. Bevor sie weiterverarbeitet werden, müssen sie aber vollständig auskühlen.

Gut zu wissen: Pistazien sind mit 20 Gramm Protein pro 100 Gramm ein guter Eiweißlieferant. Außerdem verfügen sie über einen hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren. 

Energy Balls mit Trockenfrüchten von Lisa (Bergzeit Redaktion)

Lisa
Lisas Geheimrezept: „Trailbällchen“.
| Foto: Lisa Amenda

„Diese Bällchen nenne ich auch liebevoll meine „Trail-Bällchen“ – ich habe sie nämlich beim Mountainbiken immer in der Tasche! Das Beste an dieser schmackhaften Zwischenmahlzeit ist, dass man gar nichts backen muss. Einfach zusammen mixen, rollen, noch kurz in Kokosraspeln oder Kakao wälzen – fertig.“

Zutaten für ca. 15 Trockenfrüchte-Bällchen:

  • 100 Gramm getrocknete Datteln
  • 100 Gramm getrocknete Aprikosen
  • 50 Gramm Haferflocken
  • 20 Gramm geschrotete Leinsamen
  • 3 Esslöffel Erdnussmus mit Stückchen (z.B. Erdnussmus Crunchy von Rapunzel)

Alle Zutaten in einen Mixer geben und gut durchpürieren. Wenn es noch etwas zu trocken ist, einfach einen Schuss Wasser dazu geben. Anschließend walnussgroße Bällchen aus dem Teig formen. Nach Belieben kurz in Kokosflocken oder Kakao wälzen und in einer Box im Kühlschrank aufbewahren.

Wissenswert: Getrocknete Aprikosen versorgen Dich mit viel Vitamin A – das ist gut für Deine Knochen, Augen und die Haut. Darüber hinaus enthalten sie viel wertvolles Vitamin B5 (Panthotensäure), was sich positiv auf Deinen Stoffwechsel und Deine Konzentrationsfähigkeit auswirkt. 

Clif Bar selber machen

Riesentrend aus den USA und mittlerweile auch in Deutschland sehr populär: die Clif Bar. Hier handelt es sich um einen Energieriegel, der ganz ohne Backen auskommt und viele Proteine und Ballaststoffe enthält. Erfunden wurde er von einem Bäcker aus Kalifornien, der auf der Suche nach einen guten Powersnack für seine Biketouren war. Die Clif Bar kannst Du auch selbst herstellen – ganz ohne zeitaufwändiges Backen!

Zutaten für 8 bis 10 Clif Bars:

  • 100 g Haferflocken fein
  • 20 g Vollkornmehl, z.B. Dinkel
  • 100 g Soja Crispies (oder gepuffter Reis, Amaranth, Dinkelflakes, etc.)
  • 150 g Datteln entsteint (besonders schön klebrig werden sie, wenn Du sie etwas in lauwarmen Wasser einweichst)
  • 1 EL Nussmus (z.B. Mandel, Cashew oder Erdnuss)
  • 30 g Schokoladendrops
  • 50 g Macadamianuss ungesalzen
  • 100 ml Wasser
  • 1/2 TL Bourbon Vanille (oder Zimt)
  • Prise Salz

Variationen: Die Macadamianuss lässt sich durch viele andere Nussarten, wie Cashew, Pecan, Walnuss ersetzen. Statt der Schokodrops kannst Du Cranberries, getrocknete Aprikose, Bananenchips etc. verwenden.

Etagere mit Müsliriegeln
Im Gegensatz zum herkömmlichen „Flap Jack“ kommen Clif Bars ganz ohne Backen aus. | Foto: Unsplash, Jade Wulfraat

Gib alle Zutaten mit Ausnahme der Macadamianuss, der Crispies und der Schokodrops in einen Mixer und püriere es ca. 2 Minuten lang zu einer klebrigen, homogenen Masse. Falls es noch zu „klumpig“ ist, gib etwas mehr Wasser oder einen Schuss Sirup dazu. Schütte dann die Crispies und Nüsse hinzu und mixe nur kurz, damit noch größere Stückchen übrig bleiben. Verteile die Masse auf einer mit Backpapier ausgelegten Form, streiche sie glatt und verteile die Schokodrops oben drauf. Dann ab in den Kühlschrank und mindestens 2 Stunden fest werden lassen. Anschließend in Quadrate oder Riegel zerteilen.

Schmeckt nicht nur ausgezeichnet: Die Macadamianuss ist vollgepackt mit wertvollem Kalzium und Phosphor – Nährstoffe, die Dein Körper für den Aufbau und Erhalt starker Knochen benötigt.

Fazit: Schmeckt, ist gesund und reduziert Müll!

Wenn Du Spaß am Kochen und Backen hast, solltest Du Dich unbedingt mal an selbstgemachten Energieriegeln, Energy Balls und Clif Bars probieren. Sie schmecken nicht nur gut, sondern reduzieren auch den Verpackungsmüll und sind so auch aus ökologischen Gesichtspunkten eine sinnvolle Sache. Wenn dann noch die Zutaten stimmen, wirst Du so bald nicht mehr in den Laden gehen und „Industrieriegel“ einkaufen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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