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Trailrunningschuhe im Test: Vier Modelle der Saison 2022 im Vergleich

10 Minuten Lesezeit
Lauf- bzw. Trailrunningschuhe für leicht-wurzeliges Gelände, asphaltierte Strecken oder schroff-alpine Trails gesucht? Mit dem Scarpa Golden Gate Kima RT, dem Hoka Speedgoat 5, dem Altra Lone Peak 6 sowie dem inov-8 Parkclaw 280 hat Bergzeit Tester Arnold für Dich vier Modelle unter die Bestandsprobe genommen und für Dich auf Herz und Nieren getestet.

Ob Trailrunning-Einsteiger oder -Profi – das wichtigste Essential, das für beide Levels gleichermaßen perfekt passen muss, ist ganz klar das Schuhwerk! Denn nur mit dem passenden, robusten Begleiter an den Füßen lässt sich sowohl leicht-wurzeliges Gelände als auch bergig-schroffes Terrain möglichst flink, leichtfüßig und bequem meistern.

Ich habe mich für Dich auf unterschiedlichste Trails begeben. Bei Wind und Wetter habe ich insgesamt vier Modelle unterschiedlichster Trailrunningschuh-Hersteller dem ultimativen Härtetest unterzogen. Für den Vergleichstest bin ich in diese vier Kandidaten geschlüpft:

Machen definitiv Lust auf den Sommer: Die neuen Trailrunningschuhe von Scarpa, innov-8, Altra und Hoka One One.

Arnold Zimprich

Machen definitiv Lust auf den Sommer: Die neuen Trailrunningschuhe von Scarpa, innov-8, Altra und Hoka One One.


Das Profil aller getesteten Schuhe lässt erahnen, wie wohl sich die Modelle in felsigem, unbefestigten Gelände fühlen.

Arnold Zimprich

Das Profil aller getesteten Schuhe lässt erahnen, wie wohl sich die Modelle in felsigem, unbefestigten Gelände fühlen.


Scarpa Golden Gate Kima RT

Mein erster Eindruck zum Schuh

In einem Trailrunner- und Läuferleben nimmt man ja so einige Schuhe unter die Fußsohlen, tastet sich langsam an Lieblingsmodelle heran, entwickelt eine Vorliebe für Marken und Schuhtypen. Nach etwa 50 verschiedenen Laufschuhmodellen, in denen ich gelaufen bin, war ich dann auch der Annahme, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein – doch dann kam der Kima RT aus Scarpas neuer Golden Gate-Serie hereingeschneit, die 2022 frisch auf den Markt gekommen ist.

Mit dem Golden Gate Kima RT bietet Scarpa den perfekten Schuh für alle, die primär in felsig-alpinem Gelände unterwegs sind..

Arnold Zimprich

Mit dem Golden Gate Kima RT bietet Scarpa den perfekten Schuh für alle, die primär in felsig-alpinem Gelände unterwegs sind..


Der Kima RT richtet sich laut Hersteller an Läufe in schroffem, alpinen Terrain, gerne auch über der Baumlinie. Eines merkt man dem Schuh dann auch sofort an – die sehr griffige, widerstandsfähige Sohle und eine ebenfalls recht feste Zwischensohle, die die in den Schuh gesteckte Kraft sehr direkt an den Untergrund weitergibt.

Der Golden Gate Kima im Praxistest

Ein zweiter Punkt hat mir ebenfalls ganz ausgezeichnet gefallen: Der Sitz! Wir nur sehr wenige andere Trailrunningschuhe, die ich bisher testen durfte, sitzt der Schuh einfach bombenfest am Fuß. Da ist kein Spiel und kein Wackeln, die Seitenstabilität ist legendär, man bekommt ein ausgezeichnetes Sicherheitsgefühl. Im Test nutze ich den Schuh im Februar und Anfang März auf vereisten und nicht vereisten Strecken im Voralpenraum. Der Grip der Sohle ist auch auf gefrorenem Untergrund überzeugend, zudem habe ich selten das Gefühl, umzuknicken – der Scarpa eignet sich damit auch sehr gut für Sportler, die z.B. bereits einen Bänderriss oder -anriss hatten und auf der Suche nach einem Schuh sind, der etwas mehr Seitenstabilität bietet.

Eine kleine, aber nicht zu unterschätzende Randnotiz: Auch bei der Schnürung gibt sich der Scarpa Golden Gate Kima RT keine Blöße. Sie funktioniert leichtgängig und direkt. Schnell hat man den Schuh geschnürt, die Verknotung der Schnürsenkel hält auch ohne Doppelknoten, was im Laufschuhsegment (leider) noch keine Selbstverständlichkeit ist. 

Ein weiteres Plus - neben bombenfestem, passgenauem Sitz: die leichtgängige Direktschnürung des Scarpa Golden Gate Kima. RT

Arnold Zimprich

Ein weiteres Plus – neben bombenfestem, passgenauem Sitz: die leichtgängige Direktschnürung des Scarpa Golden Gate Kima. RT


Selbst auf gefrorenem Untergrund glänzt der Neuzugang von Scarpa mit ausgezeichnetem Grip.

Bergzeit Team

Selbst auf gefrorenem Untergrund glänzt der Neuzugang von Scarpa mit ausgezeichnetem Grip.


Mit einem nachgemessenen Gewicht von 668 Gramm (pro Paar in Größe EUR 44,5) reiht sich der Schuh zwar nicht bei den ultraleichten ein. Dafür ist auf den Schuh schlichtweg Verlass, Scarpa hat hier definitiv sein Bergschuh-Knowhow einfließen lassen. Das erkennt man schon daran, wenn man sich beispielsweise die Sohle ansieht, die eher an die Sohle eines gewichtsoptimierten Bergstiefels erinnert als an einen Trailrunner.

Die Kehrseite einer im Grund makellosen Medaille ist der Preis. Scarpa war im Laufschuhbereich noch nie günstig, auch für den Golden Gate Kima RT muss man beeindruckende 180 Euro hinlegen. Das Sätzchen “Der Preis ist gerechtfertigt” bringen wir im Falle des Scarpa jedoch gerne an. Was die Italiener hier an Qualität, Verlässlichkeit und Haltbarkeit abliefern, ist die Investition wert.

Mein Fazit zum Scarpa Golden Gate Kima

  • Sehr griffiger, alpin ausgerichteter Trailrunningschuh mit überragendem Sitz und hoher Verarbeitungsqualität
  • Eignet sich besonders für versierte Trailrunner, die auf der Suche nach einem exklusiven, haltbaren Schuh sind, mit dem sich auch technische Trails in schwierigem Gelände meistern lassen.

Hoka Speedgoat 5

Mein erster Eindruck zum Schuh

Hoka (ehemals Hoka One One) ist nicht nur unter Trailrunnern zum Geheimtipp geworden – wobei Geheimtipp der falsche Ausdruck ist. Die Marke gehört inzwischen bei vielen Läufern zur Standardausrüstung und hat sich in der Szene voll etabliert.

Ein absolut robuster Game Changer, der zugleich mit hervorragendem Komfort glänzt: der Hoka Speed Goat 5.

Arnold Zimprich

Ein absolut robuster Game Changer, der zugleich mit hervorragendem Komfort glänzt: der Hoka Speed Goat 5.


Nach wie vor charakteristisch für Hoka ist die hohe Laufsohle. Sie dämpft nicht nur, sondern sorgt auch für ein ausgezeichnetes Abrollverhalten. Ist man – wie ich – noch nie mit einem Hoka gelaufen, öffnet sich ein neuer Laufkosmos. Der Hoka Speed Goat 5 ist eine echte Walze und man bügelt alles weg, was einem unterwegs an (kleinerem) Geröll in die Quere kommt. Gerade für mich als 85 kg-Läufer eine Offenbarung! Schon nach wenigen Läufen, die zu Beginn eher kürzer ausfallen, sage ich mir: “In den Hoka schlüpft man einfach gerne hinein!”

Bei allem Komfort verliert der Speed Goat 5 jedoch nie seinen sportlichen Touch. Nicht umsonst hat Karl Meltzer, einer der versiertesten US-amerikanischen Langstrecken-Trailläufer (Spitzname: “Speedgoat”), den Schuh maßgeblich mitgestaltet. Das bedeutet, dass der Speedgoat 5 trotz der ausgezeichneten Dämpfung über einen guten Antritt verfügt. Bergauf hat man also nicht den Eindruck, als würde zu viel Energie in der Dämpfung verpuffen. Zudem fällt auf, dass der Schuh die in die Dämpfung gesteckte Energie zum Teil wieder zurückgibt – speziell auf Langstrecken profitiert man von diesem “Blattfedereffekt”.

Typisch für alle Hoka Schuhe ist deren hohe Laufsohle, die für optimale Dämpfung und beispielloses Abrollverhalten sorgt.

Arnold Zimprich

Typisch für alle Hoka Schuhe ist deren hohe Laufsohle, die für optimale Dämpfung und beispielloses Abrollverhalten sorgt.


Fast schon keilförmig kommt die breite Laufsohle des Hoka Speed Goat 5 daher - und vermeidet dadurch lästiges Umknicken.

Arnold Zimprich

Fast schon keilförmig kommt die breite Laufsohle des Hoka Speed Goat 5 daher – und vermeidet dadurch lästiges Umknicken.


Der Hoka One One Speedgoat 5 im Praxistest

Im Test führe ich den Schuh über wechselnde Strecken im Voralpenland aus. Kurze Teerstrecken wechseln mit groben Schotterwegen, sanften Feldwegen und verwurzelten Trails ab. Die anfängliche Skepsis, ob ich mit der recht hohen Dämpfung zurechtkomme, ist schnell verflogen. Der mit 4 mm Sprengung ausgestattete Schuh läuft sich toll – auch meine Befürchtung, man könnte aufgrund der Bauhöhe leichter wegknicken, ist nicht gerechtfertigt.

Und noch etwas: Die Laufsohle ist relativ breit – sie hat fast schon eine Keilform. Das resultiert in einer breiten Laufsohle, die noch mehr Umknicksicherheit bietet. Schön auch zu sehen, dass Hoka auf eine Vibram Megagrip-Laufsohle setzt, die einen tollen Kompromiss aus Abnutzungsfestigkeit und Griff darstellt.

Den größten Spaß hatte ich mit dem Schuh auf Downhills, auf denen man mit weniger gedämpften Schuhen eventuell etwas mehr aufpassen müsste… Die Hokas walzen hier einfach alles weg, was ihnen in den Weg kommt. Das sollte aber nicht dazu verleiten, sämtliche Vernunft fahren zu lassen und nicht mehr auf den Untergrund zu achten – ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Mein Fazit zum Speedgoat 5 von Hoka One One

  • Der Hoka One One Speedgoat 5 hat mich überrascht –  er ist sehr viel breitentauglicherer Schuh als gedacht. Auch für Hoka-Neulinge ist er einen genaueren Blick wert. Geradezu ideal ist er als Ergänzung zu bereits vorhandenen Laufschuhen – er erweitert den “Lauf-Fuhrpark” in Richtung Komfort.
  • Besonders geeignet für all jene, die gezielt auf der Suche nach einem Trailrunningschuh sind, der das Komfortlevel erstaunlich weit nach oben schraubt und Lust darauf macht, sich auch mal an längeren Strecken zu versuchen.

Altra Lone Peak 6

Mein erster Eindruck zum Schuh

Wow – der Altra Lone Peak 6 ist ein echter Hingucker. Mit seiner Mischung aus grell- und honiggelb zieht er die Blicke magisch auf sich. Man bekommt direkt Lust, mit dem Altra an einem sonnigen Tag sofort loszustarten – und wenn es regnet, sorgt die Farbe für gute Laune! Ich selbst habe noch nicht allzu viel Altra-Erfahrung – allein den Superior 5 hatte ich bereits an den Füßen. Schon damals stand Altra hauptsächlich für eines: Geradlinig designte, komfortable Trailrunningschuhe ohne viel Schnörkel. Man hat sofort das Gefühl, dass sie von Trailrunnern für Trailrunner geschustert werden.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es meinem bereits gelaufenen Superior 5 allerdings: Die Sohle rubbelte sich erstaunlich schnell ab. Laut Auskunft von Altra soll damit allerdings Schluss sein. Die neuen Modelle, dazu zählt auch der Lone Peak 6, sind mit einer widerstandsfähigeren Gummimischung ausgestattet.

Zwar ist das honiggelbe Farbkonzept des Altra Lone Peak 6 ein wahrer Eye Catcher, insgesamt besticht die Trailrunningschuh-Line von Altra aber mit minimalistischem Design und maximalem Komfort.

Arnold Zimprich

Zwar ist das honiggelbe Farbkonzept des Altra Lone Peak 6 ein wahrer Eye Catcher, insgesamt besticht die Trailrunningschuh-Line von Altra aber mit minimalistischem Design und maximalem Komfort.


Der Altra Lone Peak im Praxistest

Wie bei vielen anderen Altras fällt auch beim Lone Peak 6 zunächst eines auf: die breite Fußbox. Sie ist das Erkennungszeichenzeichen der Marke schlechthin. Besonders Breitfüßer werden also begeistert sein! So viel Bewegungsfreiheit und Komfort wie der Lone Peak 6 bieten nur wenige andere Trailrunningschuhe auf dem Markt. Wenn man sich also bisher tendenziell eingezwängt fühlte, bedeutet der Griff zu einem Altra womöglich einen Befreiungsschlag.

Die Dämpfung des Lone Peak 6 ist zwar nicht ganz so enorm wie die des Hoka One One Speed Goat 5 – mit 25 Millimeter Sohlendicke bietet er trotzdem eine Menge Komfort. Trotzdem ist er etwas härter als der Hoka und siedelt sich in unserem Vergleichstest zwischen dem Scarpa Golden Gate Kima RT und dem Speedgoat 5 an. Im Gegensatz zum Hoka, zum Scarpa und zum inov-8 Parkclaw 280 hat der Altra jedoch keine Sprengung. Er bietet also ein Stück weit ein natürlicheres Laufgefühl.

Dank der typisch breiten Fußbox sind die Altra Lone Peak 6 gerade für Läufer mit breiten Füßen geradezu prädestiniert.

Arnold Zimprich

Dank der typisch breiten Fußbox sind die Altra Lone Peak 6 gerade für Läufer mit breiten Füßen geradezu prädestiniert.


Trotz der vergleichsweise geringen Sohlendicke verspricht der Altra Lone Peak 6 hohen Tragekomfort - sowohl für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Trailrunner.

Arnold Zimprich

Trotz der vergleichsweise geringen Sohlendicke verspricht der Altra Lone Peak 6 hohen Tragekomfort – sowohl für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Trailrunner.


Im Test bin ich den Schuh auf Mittel- bis Kurzstrecken bis maximal 25 Kilometer gelaufen und konnte die Haltbarkeit des Profils daher nur bedingt überprüfen. Der Langzeittest wird zeigen, wie schnell das Profil “runtergerubbelt” ist. Toll ist indes das Wohlgefühl, dass sich im Altra einstellt. Egal ob flache Hausrunde über Stock und Stein, Pfützen, Schlamm und kurzen Anstiegen oder der Gelände-Halbmarathon in den Vorbergen: Der Altra macht Spaß und stellt an den Fuß wenig Ansprüche. Soll bedeuten: im Lone Peak 6 fühlen sich nicht nur Profis abgeholt, sondern auch Einsteiger. Glücklich, wer mit einem Altra in seine Trailrunning-Karriere einsteigen kann.

Mein Fazit zum Altra Lone Peak 6

  • Mit einem Gewicht von 600 Gramm ist der Altra Lone Peak 5 für das, was er an Dämpfung bietet, erstaunlich leicht. Zwar ist er für schnelle Speedeinheiten am Hausberg nicht unbedingt die erste Wahl – wen es jedoch auf die Langstrecke zieht, ist hier optimal beraten.
  • Besonders geeignet für Läufer, die ihr Können und die Kondition ausloten wollen und dafür einen Schuh suchen, der sie wirklich nie im Stich lässt.

inov-8 Parkclaw 280

Erster Eindruck des Trailrunningschuhs

Mit dem Parkclaw 280 hat inov-8 einen Schuh entworfen, der das Zeug zum Multitalent hat. Mal angenommen, man ist passionierter Straßenläufer und will in das Trailrunning hineinschnuppern – der Parkclaw 280 meistert beides. Genauso gut eignet er sich für Laufrunden, die mal über Asphalt, mal über Feldwege und einfachere Trails führen.

Der inov-8 Parkclaw 280 ist ein echter Allrounder: Er beschert sowohl auf Feldwegen, simpleren Trails als auch auf Asphalt ein optimales Laufgefühl.

Arnold Zimprich

Der inov-8 Parkclaw 280 ist ein echter Allrounder: Er beschert sowohl auf Feldwegen, simpleren Trails als auch auf Asphalt ein optimales Laufgefühl.


Der inov-8 Parkclaw 280 im Praxistest

Im Test bin ich so frei – und quäle den Parkclaw gleich mal über Gebühr. Von schlammig-lehmigen Trails über zahme, gekieste Kies- und Fahrwege bis hin zu glitschigen Fels- und Wurzeltrails ist alles dabei. Ein gnadenloser Test, wenn man so will. Jedoch ideal, um den Schuh innerhalb kurzer Zeit auf die Stollen zu fühlen. Zunächst einmal – mit dem “alten” Parkclaw 240, den ich bereits im Rahmen eines anderen Tests an den Füßen hatte, hat der Parkclaw 280 nichts zu tun. Er scheint von einem völlig anderen Designteam konstruiert worden zu sein.

Die Zwischensohle verspricht viel Dämpfung und Laufkomfort.

Arnold Zimprich

Die Zwischensohle verspricht viel Dämpfung und Laufkomfort.


Dank Graphene, einer ultradünnen Kohlenstoffverbindung, ist die Außensohle extrem robust.

Arnold Zimprich

Dank Graphene, einer ultradünnen Kohlenstoffverbindung, ist die Außensohle extrem robust.


Der 280er verfügt über eine recht komfortable “G-Fly”-Dämpfung, die in ein homogen wirkendes Sohlenkonzept eingearbeitet ist. Die relativ weichen 4mm-Stollen sorgen für einen tollen Grip auf trockenem bis matschigem Untergrund, auf flachen, harten Oberflächen rollt der Schuh schön ab.

Besonders interessant: Die neue „Graphene Grip“ Außensohle. Das innovative, ultradünne Kohlenstoff-Material ist nur einen Atomdurchmesser „dick“. Es hält extreme Zugspannungen aus und ist dabei flexibel und dehnbar. So verlängert es – bei zu vernachlässigendem Gewicht – die Abriebfestigkeit der Sohle um ein Vielfaches.

Der Parkclaw 280 soll sich, wie der Name schon sagt, auf dem Kiesuntergrund im Park wohl fühlen und sich mit seinen Klauen an den Trail klammern. Dem kann ich durchaus zustimmen. Allein wenn es nass und glitschig wird, kommt der Parkclaw 280 an seine Grenzen. Da hätte man dann doch lieber einen anderen Schuh aus dem inov-8-Sortiment an den Füßen wie beispielsweise den bissigeren, etwas härteren Roclite 280. Doch wie gesagt – mit der von mir gewählten Runde überfordere ich den Parkclaw ganz bewusst… Und komme zu dem Ergebnis, dass er sich eben genau in dem Gelände wohlfühlt, für das er konstruiert wurde: moderat technische Trails mit hohem Kiesanteil, Feld- und Waldwege, Asphaltabschnitte.

Mein Fazit zum invov-8 Parkclaw 280

  • Dieser Schuh ist ein gutmütiger Allrounder, dessen Stollen auch auf Straßenbelag mit relativ wenig Reibungswiderstand abrollen.
  • Besonders geeignet für: Wer sich schlichtweg nicht entscheiden kann, ob es heute auf den Trail oder auf die Straße geht, findet im Parkclaw 280 einen überaus flexibel einsetzbaren Laufpartner. Für Trailrunner, die gleich auf technische, felsige Trails starten wollen, ist er indes zu weich.

Tabelle: Die getesteten Trailrunnningschuhe im direkten Vergleich

 Gewicht (Paar) SprengungDämpfungEinsatzbereichSonstiges
Golden Gate Kima RT530 g 6 mmmittelTrails in technischem, anspruchsvollem GeländeZwischensohle aus zwei Schichten für Grip & Energierückführung
Hoka Speedgoat 5582 g 4 mmstarkLange Strecken, breiter EinsatzbereichViel Komfort, breite Laufsohle für Umknicksicherheit
Altra Lone Peak 6600 g0 mmmittelBreiter Trail-Einsatzbereich, lange Strecken Exzellente Passform für Tempo und technische Läufe
inov-8 Parkclaw 280560 g8 mmmittelBreiter Trail- und Einsatzbereich, auch für die StraßeExtrem robuste Sohle; elastisches Obermaterial

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