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Microabenteuer: 7 Tipps für den Schritt vor die Haustüre

5 Minuten Lesezeit
Du träumst davon, Deinen Rucksack zu packen und einfach mal loszuziehen? Da bist Du nicht allein! Ausprobieren lohnt sich - dank Microadventure kannst Du mehr Natur und Freiheit ganz einfach in Deinen Alltag integrieren. Wir haben für Dich sechs Tipps gesammelt, wie Du direkt vor Deiner Haustüre loslegen kannst - und das möglichst nachhaltig.

Raus in die Natur, frische Luft statt Stadtmief atmen, das Abenteuer auf sich zukommen lassen und den minutiös geplanten Büro- und Freizeitstress einfach mal vergessen – das klingt verlockend? Wir haben für Dich Ideen gesammelt, mit denen Du einfach und unkompliziert Deinem Alltag entfliehen kannst.

Microabenteuer: Mehr als nur Draußen sein und den Alltag hinter sich lassen.

Vaude/Attenberger

Microabenteuer: Mehr als nur Draußen sein und den Alltag hinter sich lassen.


Was versteht man unter einem Mikroabenteuer?

Ein Mikroabenteuer (oder auch: Microadventure) ist mehr als nur draußen sein: Es geht darum, etwas zu tun, was Du sonst nie tun würdest und dabei Deine eigene Komfortzone zu verlassen. Als Urvater des Mikroabenteuers gilt der Brite Alastair Humphreys, der die Miniexpeditionen vor der eigenen Haustüre zwar nicht erfand, dem Ganzen im Jahr 2014 aber einen Namen gab: Microadventure. Seine Definition eines Mikroabenteuers: Etwas, der jeder im Alltag und in seiner unmittelbaren Umgebung draußen erleben kann. Du brauchst dafür also weder viel Ausrüstung noch musst Du weit reisen.

Die wichtigste Grundregel: Hinterlasse alles so, wie Du es vorgefunden hast!

Welches Abenteuer Du Dir aussuchst und wohin es Dich zieht, bleibt dabei ganz Deiner eigenen Entscheidung überlassen. Die wichtigste Grundregel, an die Du Dich halten solltest, lautet: „Hinterlasse alles so, wie Du es vorgefunden hast!“ Damit Mikroabenteuer für alle, inklusive Flora und Fauna, ein Genuss bleibt, möchten wir Dir möglichst nachhaltige Optionen vorstellen.

Mikroabenteuer-Tipp #1: Draußen schlafen

Hast Du schon einmal im eigenen Garten übernachtet? Oder wolltest Du schon längst mal wieder Deine Freunde besuchen, die ein großes Grundstück mit Gartenteich haben? Auf privaten Grundstücken zu übernachten ist nicht nur eine Möglichkeit, endlich mal dem Fuchs zu begegnen, der nachts ums Haus schleicht, sondern ist auch die umweltverträglichste Variante, in der Natur zu übernachten. Ansonsten empfehlen wir Dir, legale Trekking-Plätze zu suchen, die Du in ganz Deutschland findest.

Suche Dir dafür eine Nacht ohne Niederschlag und mit angenehmen Temperaturen über 10 Grad aus, dann wird das Erlebnis auch zum Genuss und nicht zum Leid. Also schnapp Dir Schlafsack und Isomatte (oder auch Deine Hängematte) und zusätzliche Ausrüstung wie Stirn- oder Taschenlampe sowie Campingkocher und etwas Geschirr und Proviant – und fertig ist Dein ganz persönliches Mikroabenteuer unter dem Sternenhimmel.

Wann hast Du das letzte Mal draußen übernachtet? Das geht eigentlich immer. Wer keinen Garten hat: Auch auf dem Balkon kann das draußen Schlafen zum Abenteuer werden.

Exped | Walter Steinberg

Wann hast Du das letzte Mal draußen übernachtet? Das geht eigentlich immer. Wer keinen Garten hat: Auch auf dem Balkon kann das draußen Schlafen zum Abenteuer werden.


Mikroabenteuer-Tipp #2: Wildcampen

Für viele der Inbegriff von Freiheit und Leben: Wildcampen. Dabei geht es in der Regel etwas weiter hinaus, als wenn Du Deinen Schlafplatz einfach für eine Nacht in Deiner näheren Umgebung aufschlägst. Egal ob Du mit dem Auto, dem eigenen Camper oder auch mit dem Fahrrad unterwegs bist: Wähle Deinen Schlafplatz sorgfältig und hole die Erlaubnis des Besitzers ein, auf dessen Grundstück Du Dich niederlassen möchtest. 

Im Übrigen gelten je nach Bundesland beziehungsweise je nach Land in Europa unterschiedliche Regelungen, an die Du Dich dringend halten solltest. Zu den grundlegenden Regeln zählt unter anderem, dass Wildcampen in Naturschutzgebieten und sonstigen Schutzzonen untersagt ist. Auch Feuer machen ist nur unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. Dazu legen wir Dir ans Herz: Nutze nachhaltige Hygieneprodukte und: Halte Dich an die jeweiligen Bestimmungen und leave no trace!

Beim Wildcampen gilt: Informiere Dich gut, wo es erlaubt ist und hinterlasse keine Spuren!

Bergzeit

Beim Wildcampen gilt: Informiere Dich gut, wo es erlaubt ist und hinterlasse keine Spuren!


Mikroabenteuer-Tipp #3: Orientierung ohne GPS

Unsere Väter und Großväter konnten es schließlich auch: Wenn Sie zu einer Wanderung aufbrachen, mussten sich sich ohne Navi und Smartphone funktionieren. Stattdessen wurden Karte und Kompass zu Rate gezogen. Sich ohne die Hilfe elektronischer Geräte zurecht zu finden, das Gelände richtig zu lesen und einzuschätzen, kann ein richtiges (Mikro-)Abenteuer sein. Probier’s doch mal aus! Für Notfälle solltest Du das Handy natürlich durchaus einstecken – aber der Versuch, ohne klarzukommen, macht hier das Abenteuer aus.

Eine Wanderkarte gibt nicht nur Auskunft über Wege, sondern auch über die Geländebeschaffenheit (Steigungen; Bebauung) und vieles mehr.

Anna Schade

Eine Wanderkarte gibt nicht nur Auskunft über Wege, sondern auch über die Geländebeschaffenheit (Steigungen; Bebauung) und vieles mehr.


Mikroabenteuer-Tipp #5: Feuer machen

Ein Lagerfeuer wärmt nicht nur, es hat auch seinen ganz eigenen Reiz – wir verbinden es mit gemütlichem Beisammensitzen unter freiem Himmel, guten Gesprächen und möglicherweise mit lecker gegrillten Marshmallows oder Stockbrot.

Wenn Du ein offenes Feuer machen willst, solltest Du vorab sicherstellen, dass es dort, wo Du Dich befindest, auch erlaubt ist. Im Zweifel informiere Dich bei der jeweiligen Gemeinde. In unserem Beitrag „Know-how für das nächste Lagerfeuer“ verraten wir Dir, wie Dir ein Feuer mit und ohne Feuerzeug gelingen kann.

Mikroabenteuer-Tipp #6: Natur erleben mit der Familie

„Ich kann nicht einfach ein Mikroabenteuer in Angriff nehmen, die Kinder…!“ Dabei ist doch gerade die Natur ein idealer Bewegungs- und Lernraum für Kinder. Vor allem die Kleinen unter uns profitieren am meisten von solchen Erlebnissen und ungeahnten Abenteuern in der heimischen Natur. Es muss ja auch gar nicht so weit weg sein – eine Nacht im heimischen Garten, ein Waldstück in der Nähe, eine Kanufahrt auf dem See oder der höchste Hügel in der Umgebung halten genauso gut her für ein Stück vom Glück der Freiheit. Auch ein Campingausflug mit der ganzen Familie birgt so einiges an Überraschung und Abenteuer.

Kinder wissen genau, wie Mikroabenteuer funktionieren - lass Dich von ihnen inspirieren!

Vaude | Attenberger

Kinder wissen genau, wie Mikroabenteuer funktionieren – lass Dich von ihnen inspirieren!


 

 

Mikroabenteuer lassen Dich den Wind der Freiheit spüren und sind eine tolle Möglichkeit, etwas Neues zu erleben und die Energiereserven aufzuladen. Dir stehen unzählige Wege offen, Dein eigenes perfektes Abenteuer zu erleben und das beste daran ist: Du kannst direkt vor Deiner Haustüre starten! Du bist dabei selbst für Dich und Dein Tun verantwortlich – denke daher daran, Dich möglichst umweltschonend und nachhaltig zu verhalten, damit Mikroabenteuer für alle ein Vergnügen bleiben.

Was war Dein schönstes Microadventure bisher und welches „Draußen-Abenteuer“ reizt Dich schon lange? Schreibt uns gerne in den Kommentaren!

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