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Oh schreck, ein Zeck!

Was hilft gegen Zecken? So kannst Du den lästigen Blutsaugern vorbeugen

4 Minuten Lesezeit
Nicht nur wir freuen uns in der warmen Jahreszeit übers Draußensein und die kurze Hose, sondern auch die Zecken. Da sie ernstzunehmende Krankheiten übertragen können, sollte man einem Stich besser vorbeugen. Das sind unsere Tipps!
Hier besser nicht setzen - im hohen Gras könnten Zecken lauern. | Foto: Regina Kaute/pixelio.de
Hier besser nicht setzen – im hohen Gras könnten Zecken lauern. | Foto: Regina Kaute/pixelio.de

Zecken sind überall dort anzutreffen, wo es Gräser und Büsche gibt. Das bedeutet, sie lauern in der Regel auf Knie- bis Hüfthöhe. Auf Bäume kletternde Zecken, die sich herabfallen lassen, sind dagegen ein Mythos. Über Duftstoffe und Körperwärme, insbesondere den Körpergeruch, wird die Zecke auf ihr Opfer aufmerksam. Streift sie ein potenzieller Wirt – ob Tier oder Mensch – im Vorbeigehen, krallt sie sich an Haut, Fell oder Kleidung fest.
Hat sich die Zecke erst einmal eine Körperstelle gesucht und sich fest an ihrem Wirt verankert, ist es gar nicht so leicht, sie wieder loszuwerden. Bevorzugte Orte der Blutsauger sind Kniekehlen, Achseln, Nacken, Bauch oder Brust – überall da, wo es feucht und die Haut gut durchblutet ist.

Ein Zeckenbiss oder – wissenschaftlich korrekt – Zeckenstich ist nicht ganz ungefährlich. Denn auf diese Weise können Krankheiten wie Borreliose und Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) übertragen werden. Zu den Risikogebieten zählt insbesondere Süddeutschland. Vorbeugung ist daher das A und O bei allen Aktivitäten im Freien.

Antizeckenmittel und Repellents

Antizeckenmittel und Repellents gibt es als Sticks, Sprays und Cremes z. B. von care Plus.
Antizeckenmittel und Repellents gibt es als Sticks, Sprays und Cremes z. B. von care Plus.

Im Supermarkt und im Outdoorshop Deines Vertrauens stehen einige Mittelchen zur Vorbeugung von Zecken bereit: die sogenannten Repellents mit insekten- und zeckenabwehrenden Wirkstoffen. Diese sorgen nach dem Auftragen auf die Haut dafür, dass der Körpergeruch für Zecken für einige Zeit uninteressant erscheint bzw. der Körper nicht als Wirt erkannt wird. Allerdings sind die Wirkstoffe und deren Wirkungszeiten arg unterschiedlich und können bei manchen Menschen Allergien und Unverträglichkeiten auslösen. Am besten probiert jeder für sich aus, welchem Mittel er sein Vertrauen im Kampf gegen den Zeckenbefall schenkt, und beachtet dabei die Beipackzettel und die Gebrauchsanleitung.

Alternative Methoden zum Vorbeugen vor Zecken sind schon sehr alt – und wie immer bei vielen umstritten und von manchen hochgelobt. Bernsteinketten und Lavendelöl werden gerne von Hundebesitzern und Waldarbeitern eingesetzt, um Zecken fernzuhalten.

Vorbeugende Maßnahmen zum Schutz gegen Zecken

Helle, lange Kleidung

Eine ganz einfache Methode, um Zecken erst gar nicht zu sammeln, ist das Tragen heller, möglichst einfarbiger Kleidung, langer Hosen und von Schuhwerk, welches gut abschließt. Einige Outdoor-Hersteller wie zum Beispiel Craghoppers haben speziell Mückenschutz-Bekleidung im Sortiment, die vor Überträgern schützt. Ansonsten steckt man am besten die Hose in die Socken und Schuhe, und auch T-Shirts und Hemden gehören sicherheitshalber in die Hose. Mehr kann man in Kombination mit Repellents fast nicht tun, um sich vorbeugend vor dem blutsaugenden Störenfried zu schützen.

Imprägnierte langärmelige Bekleidung, vor allem in hellen Farben, hat beispielsweise die Travel-Marke Craghoppers im Angebot. | Foto: Craghoppers
Imprägnierte langärmelige Bekleidung, vor allem in hellen Farben, hat beispielsweise die Travel-Marke Craghoppers im Angebot. | Foto: Craghoppers

Auf Wegen bleiben und Strauchkontakt meiden

Wer in Gebieten mit hohen Infektionsraten lebt oder dort häufig unterwegs ist, sollte sich außerdem an vorhandene, ausgetretene Wege halten, nicht querfeldein durch hohe Gräser, zugewachsene Dickichte und Waldabschnitte laufen und den Kontakt mit der Vegetation am Wegrand vermeiden. Generell sind Kleidung und sichtbare Hautbereiche alle 30 bis 60 Minuten auf Zecken abzusuchen und herumkrabbelnde Zecken natürlich ohne Zögern zu beseitigen.

FSME-Impfung

Wer in FSME-Risikogebieten wohnt oder dorthin in Urlaub fährt, sollte sich zudem impfen lassen. Die Impfung schützt im Falle eines Stiches vor der Übertragung von FSME durch Zecken und kann daher unter den vorbeugenden Methoden durchaus aufgeführt werden. Einen Impfschutz gegen eine Infektion mit Borreliose gibt es jedoch bis jetzt noch nicht –  nur eine zum Teil langwierige Antibiotika-Behandlung schafft hier im Nachhinein Abhilfe. Daher sollte man sich in jedem Fall durch die oben genannten vorbeugenden Maßnahmen vor Zecken schützen.

Fazit: Was hilft gegen Zecken?

Nicht nur in FSME-Risikogebieten gilt: Zecken vorbeugen ist immer die bessere Wahl!
Nicht nur in FSME-Risikogebieten gilt: Zecken vorbeugen ist immer die bessere Wahl!

Schützende Bekleidung und das Auftragen von Insekten-Repellents auf ungeschützte Hautflächen sind die beste Möglichkeit, sich vor Zecken zu schützen. Darüber hinaus kann es helfen, den Kontakt mit Büschen und Gras zu meiden und den Körper beim Aufenthalt im Freien regelmäßig nach Zecken abzusuchen. Zudem wird bei einem Aufenthalt in entsprechenden Risikogebieten die FSME-Impfung dringend empfohlen.

Gut zu wissen: Zecken sind nur in der warmen Jahreszeit aktiv. Ab einer Temperatur von weniger als sieben Grad Celsius fallen sie in eine Winterstarre. Das bedeutet aber auch, dass Zecken auch in milden Wintern auftreten können.

Du hast einen Zeckenbiss? Keine Panik! Hier findest Du unsere Tipps zum Zecken entfernen!

Was unternimmst Du gegen Zecken? Hast Du noch weitere Tipps auf Lager? Dann teile sie mit uns im Kommentarfeld!

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