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Lawinenrucksack-Marktüberblick 2016/2017: Airbag-Systeme im Vergleich

Der Lawinenrucksack-Markt wächst 2016/17 weiter. Neuentwicklungen von Ortovox, Arc'teryx, Arva, Mammut und ABS ergänzen das Angebot. Totti Lingott hat den Markt-Check gemacht, Systeme verglichen, Vor- und Nachteilen gesucht.

Sicherheit am Berg – das Thema hat im Freeride- und Skitourenbereich nichts von seiner Aktualität verloren. In den letzten Jahren ist das Angebot an Lawinenrucksäcken stark gewachsen. Mittlerweile existieren auf dem europäischen Markt zehn verschiedene Systeme, die in ein Vielfaches an Rucksack-Ausführungen eingebaut werden. Allein in Europa gibt es weit über 150 verschiedene Modelle. In der kommenden Saison rüsten die Hersteller weiter auf: 2016/2017 bringen Arc’teryx, Arva und Ortovox eigene Systeme auf den Lawinenrucksack-Markt. Mammut und ABS haben ihre bestehenden Systeme optimiert und weiterentwickelt. Damit Ihr rechtzeitig vor Saisonbeginn das richtige Setup findet, gibt es auf den folgenden Seiten die große Lawinenrucksack-Übersicht der Saison 2016/2017 samt der wichtigsten Unterschiede und Auswahlkriterien für den Kauf.

Was ein Airbag-Rucksack kann (und was nicht)

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Lawinenunfall ist ein Lawinenrucksack eine sinnvolle Ergänzung der Sicherheitsausrüstung. Aber, der Airbag ersetzt keine Kameradenhilfe und den geübten Umgang mit LVS, Schaufel und Sonde! | Foto: ABS / Sepp Malaun
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Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Lawinenunfall ist ein Lawinenrucksack eine sinnvolle Ergänzung der Sicherheitsausrüstung. Aber, der Airbag ersetzt keine Kameradenhilfe und den geübten Umgang mit LVS, Schaufel und Sonde! | Foto: ABS / Sepp Malaun

Bevor wir uns in den Weiten des Lawinenrucksackmarktes verlieren, eines vorweg: Ein Lawinenrucksack kann niemals eine solide Ausbildung in Lawinen-Risiko-Management, einen gesunden Menschenverstand und die Freeride-/Skitouren-Grundausstattung (Schaufel, Sonde, LVS plus Erste-Hilfe-Set und Skihelm) bzw. deren geübte Anwendung ersetzen. Er kann nur einen zusätzlichen Sicherheitsspielraum bieten – wenn zuvor eine Fehlentscheidung bei der Hangbeurteilung begangen, ohne Selbstverantwortung einem risikoblinden Gruppenmitglied gefolgt oder das Glück zu sehr herausgefordert wurde. Ein Lawinenairbag hilft nicht beim Ausgraben eines verschütteten Freundes. Er erhöht einzig die Wahrscheinlichkeit einer geringeren Verschüttungstiefe und die Chance, an der Oberfläche sichtbar liegen zu bleiben, um schneller gerettet zu werden – oder, um sich im Idealfall selbst zu befreien. Logische Konsequenz: Ein Lawinenrucksack ohne Grundausstattung und vorherige Lawinenkurse ergibt keinen Sinn!

Ein Lawinenrucksack ist zweifelsfrei eine sinnvolle, ergänzende Sicherheitsausrüstung, weswegen ein Kauf an sich durchaus seine Berechtigung hat. Jeder Tourengeher oder Freerider sollte sich aber vorher die Frage stellen, ob er auch persönlich bestmöglich auf das Bergabenteuer vorbereitet ist. Eins sollte sich jeder Skibergsteiger immer wieder bewusst machen: In 90 Prozent aller registrierten Lawinenunfälle wird die Lawine vom Skifahrer bzw. seiner Gruppe selbst ausgelöst.[1] Habe ich das Glück und überlebe den Lawinenabgang. Aber kann mich selbst nicht von den Schneemassen befreien, verschlechtern sich meine Überlebenschancen als Komplettverschütteter extrem schnell. Schon nach 30 Minuten liegt – statistisch betrachtet – die Überlebenswahrscheinlichkeit nur noch bei 40 Prozent. [2] Professionelle Hilfe kann – ebenfalls statistisch betrachtet – meist erst nach über 40 Minuten am Unfallort sein. Wichtigstes Hilfsmittel nach einem Lawinenunfall ist und bleibt deswegen die Kameradenrettung, einschließlich der dafür erforderlichen Ausrüstung und Übung.

Üben, üben, üben ist eine Grundregel für alle Tourengeher und Freerider, die abseits von Pisten unterwegs sind. | Foto: Pieps
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Üben, üben, üben ist eine Grundregel für alle Tourengeher und Freerider, die abseits von Pisten unterwegs sind. | Foto: Pieps

Nichtsdestotrotz können zusätzliche Ausrüstungsgegenstände die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem Lawinenunfall positiv beeinflussen. Man unterscheidet zwischen Rettungssystemen, die eine Verschüttung möglichst verhindern (Lawinenairbag), eine raschere Ortung des Verschütteten ermöglichen (Lawinenball) oder dafür sorgen, dass man als Verschütteter länger in einer Lawine überleben kann (AvaLung von Black Diamond, Airsafe von Ferrino).[2] Allerdings scheint einzig die Wirksamkeit des Lawinenrucksacks erwiesen zu sein.[3] 

Keines dieser zusätzlichen Rettungssysteme kann eine Verschüttung mit hundertprozentiger Sicherheit verhindern. In den letzten Jahren wurden immer wieder Skifahrer trotz eines Lawinenairbags – zum Teil nicht ausgelöst – ganzverschüttet. Deshalb müssen diese Systeme immer mit der Grundausstattung (LVS, Sonde, Schaufel plus Erste-Hilfe-Set und Helm) kombiniert werden. Innerhalb einer Gruppe muss immer gewährleistet sein, dass die Kameradenrettung geübt wurde und routiniert ablaufen kann.

Sehr großes Angebot an Lawinenrucksäcken

Doch nun zum (Über)Angebot an Lawinenrucksäcken: Für über zwei Jahrzehnte wurden nur von einem Hersteller Lawinenrucksäcke angeboten (ABS). Die Konkurrenz auf dem Markt hat sich erst in den letzten Jahren durch neue Systeme und Rucksäcke verstärkt. Die erfreulichen Konsequenzen für den Endkunden sind ein steigendes Angebot, sinkende Preise und innovative Alternativen auf dem Markt. Gleichzeitig wird der Markt unübersichtlicher. Es lohnt also, genauer hinzusehen, die unterschiedlichen Airbag-Rucksäcke zu vergleichen und sich zu informieren.

Systeme und Unterschiede am europäischen Airbag-Markt

Luftsäcke im Rucksack, und ein Auslösegriff, der das Airbag-System im Notfall in Gang setzt: obwohl das Prinzip bei allen Systemen ähnlich ist, gibt's im Detail teils große Unterschiede. Foto: Mammut / Stefan Schlumpf
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Luftsäcke im Rucksack, und ein Auslösegriff, der das Airbag-System im Notfall in Gang setzt: obwohl das Prinzip bei allen Systemen ähnlich ist, gibt’s im Detail teils große Unterschiede. Foto: Mammut / Stefan Schlumpf

Bis zum Jahr 2013 gab es weltweit fünf verschiedene Lawinenairbagsysteme: Die Systeme von ABS (Pionier des Lawinenairbags), Snowpulse und deren Weiterentwicklung durch Mammut (seit 2011), Backcountry Access (BCA), Wary (Avi-Vest) und Mystery Ranch. Die beiden letztgenannten Firmen stammen aus den USA, konzentrieren sich hauptsächlich auf den nordamerikanischen Markt und sind in Europa kaum oder gar nicht erhältlich. Auch die Rucksäcke von Snowpulse sind mittlerweile auf dem europäischen Markt nicht mehr erhältlich und produzieren nur noch für den nordamerikanischen Snowmobil-Markt. Diese drei Systeme werden bei den weiteren Betrachtungen deshalb vernachlässigt. BCA wurde 2013 von K2 gekauft und ist seitdem ebenso in unseren Breiten erhältlich.

Seit Herbst 2014 sind zwei weitere Lawinenrucksack-Systeme erhältlich: Alpride (von Scott, Millet, Ferrino und seit diesem Winter auch von Vaude verbaut) und das elektronische JetForce-System von Black Diamond, das auch von den Konzern-Schwestern Pieps und POC verwendet wird.

Ab Herbst 2016 bringt der kanadische Hersteller Arc’teryx ebenfalls ein Airbag-System (Voltair) auf den Markt, welches den Airbag wie JetForce mittels Akku und Gebläse füllt.

Mit Arva (Reactor) und Ortovox (Avabag) haben zur Saison 2016/2017 zudem zwei ehemalige Partner von ABS ihr eigenes Airbagsystem entwickelt. Beide nutzen wie Mammut, ABS, BCA und Alpride komprimiertes Gas zum Auffüllen der Ballons.

Die Lawinen-Airbags im Vergleich

Das P.A.S.-System von Mammut schützt Kopf und Oberkörper, da sich die Airbag-Ballons auch neben und vor dem Körper vergrößern. | Foto: Mammut
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Das P.A.S.-System von Mammut schützt Kopf und Oberkörper, da sich die Airbag-Ballons auch neben und vor dem Körper vergrößern. | Foto: Mammut

Mammut P.A.S. und R.A.S.

Mammut hat das ursprüngliche (nicht austauschbare) Lifebag-System von Snowpulse zum austauschbaren P.A.S.-System (Protection Airbag System, seit 2013) weiterentwickelt. Ab der Saison 2016/2017 gibt es das P.A.S. 3.0. Zusätzlich existiert von Mammut weiterhin das leichtere und günstigere R.A.S.-System (Removable Airbag System), welches seit 2011 auf dem Markt ist und für den Winter 2016 zur Version R.A.S. 3.0 weiterentwickelt wurde. Die Form der Auftriebskörper beider Systeme wurde in der 3.0-Version nicht verändert, allerdings ist das Material der Ballons jetzt widerstandsfähiger und zur schnelleren Ortung von Teilverschütteten in einem grellen Neon-Orange gehalten. Die zweijährige Überarbeitung der beiden Systeme hat außerdem dazu geführt, dass diese nun leichter (das R.A.S. wiegt nur noch 700 Gramm) und kompakter (nur noch zwei Liter Volumen) sind. Auch die Qualität der Einzelteile konnte trotz der Gewichtseinsparnis verbessert werden, und das Wechseln des Systems wurde funktionell deutlich weiterentwickelt – es wird nun zur Wiederaktivierung nach einer Auslösung kein Aktivierungstool mehr benötigt.
Der Unterschied zwischen R.A.S.- und P.A.S.-Airbags liegt in Form und Position der aufgeblasenen Luftsäcke. P.A.S.-Airbags werden hinter dem Kopf an der Oberseite des Lawinenrucksacks aufgeblasen und vergrößern sich rechts und links neben dem Kopf bis vor die Brust, da ein Teil der Ballons in den Trageriemen verstaut ist. Dadurch können mechanische Verletzungen des Kopfes und Oberkörpers während eines Lawinenabganges unter Umständen minimiert werden.[3] Das R.A.S.-System wird an der Oberseite des Rucksacks ausgelöst, die Ballons vergrößern sich auch neben dem Rucksack, bleiben aber hinter bzw. neben dem Körper.

Ähnliches gilt für das Alpride-, BCA- und JetForce-System und für die neuen Systeme von Arva, Ortovox und Arc’teryx. Allerdings variieren die Volumen-Verhältnisse über (hinter dem Kopf) und neben dem Rucksack (hinter den Armen).

Alpride

Das Alpride-System verwendet die bekannte Technik zum Aufblasen des Lawinenairbags: komprimiertes Gas strömt in die Ballons. Allerdings setzt Alpride auf ein anderes Gasgemisch, weniger Druck und zwei kleinere Kartuschen als die Mitbewerber ABS, Mammut und BCA. Das Alpride-System kann so auch im Flugzeug problemlos transportiert werden. Von Mammut und BCA gibt es dafür wiederbefüllbare Alu-Kartuschen, die zumindest leer ins Fluggepäck dürfen.

Black Diamond JetForce

In Kooperation mit Pieps hat Black Diamond das JetForce-System entwickelt: Das Aufblasen des Lawinenairbags übernimmt dabei eine batteriebetriebene Hochleistungsturbine. Mehrmaliges Auslösen wird so möglich. | Grafik: Black Diamond
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In Kooperation mit Pieps hat Black Diamond das JetForce-System entwickelt: Das Aufblasen des Lawinenairbags übernimmt dabei eine batteriebetriebene Hochleistungsturbine. Mehrmaliges Auslösen wird so möglich. | Grafik: Black Diamond

Das JetForce-System von Black Diamond beruht auf der elektrischen Funktionsweise einer Hochleistungsturbine, die das Aufblasen der Ballons ebenso schnell bewerkstelligt wie eine Gaskartusche (in etwa drei Sekunden). Ein Vorteil von JetForce ergibt sich vor allem durch die Möglichkeit, den Lawinenairbag beliebig häufig auszulösen, zum Beispiel zu Trainingszwecken. Der Akku kann über Nacht einfach wieder geladen werden. Optimal ist das System auch für Flugreisen, da die unter Druck stehenden Gaskartuschen der Konkurrenten nur unter bestimmten Bedingungen, und in manchen Regionen (USA, Kanada) überhaupt nicht, transportiert werden dürfen.

Arc’teryx Voltair

Ebenfalls mittels Akku und Gebläse funktioniert das neue Voltair-System von Arc’teryx. Das Gebläse ist noch etwas schneller als der Ventilator von JetForce. Ansonsten ähneln sich die elektronischen Systeme sehr. Beide pumpen nach dem ersten Aufblasen der Ballons für eine gewisse Zeit Luft nach, damit der Airbag im Falle einer Beschädigung prall gefüllt bleibt.

Arva Reactor

Das neue Reactor-System von Arva wurde von einem langjährigen ABS-Entwickler entworfen und zeichnet sich durch geringes Gewicht und Packmaß aus. Der Clou des Airbagsystems ist der Zweikammer-Ballon, der durch eine Membran unterteilt wird; beide Teile werden getrennt aufgeblasen. Dies soll gewährleisten, dass bei Beschädigung einer Seite die zweite Seite noch voll funktionsfähig ist.

ABS TwinBags und P.Ride

Wie zwei Flügel machen sich die TwinBags des ABS-Systems in der Lawine breit. | Foto: ABS/Aymar Navarro
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Wie zwei Flügel machen sich die TwinBags des ABS-Systems in der Lawine breit. | Foto: ABS/Aymar Navarro

Gleiches gilt für das ABS-System, welches heutzutage zwei komplett separate Airbags, genannt TwinBags, verwendet. Diese werden ausschließlich an den Seiten des Rucksacks platziert.
Mit 170 Litern besitzen die TwinBag-Ballons ein mittelgroßes Auftriebsvolumen. Nur die Auftriebskörper des JetForce-Systems sind mit 200 Litern noch größer. Die anderen Systeme bauen auf ungefähr 150 Liter. Damit ein Lawinenairbag das Aufschwimmen auf einer Lawine überhaupt möglich macht, ist ein Mindestvolumen notwendig. Für den Bereich ab 150 Liter Volumen aufwärts konnte aber bisher kein direkter Zusammenhang zwischen Verschüttungstiefe oder anderen positiven Rettungseffekten nachgewiesen werden.

Die ABS-Neuentwicklung des Winters 2016/17 ist das P.Ride-System. Die Ballons sind durch die besondere Webart breiter als die herkömmlichen TwinBags. Dadurch wird die Oberfläche um 30 Prozent vergrößert, was die Chance erhöht, dass der Verschüttete an der Oberfläche bleibt und bei Verschüttung eine horizontale Position beibehält. Der Clou des P.Ride-Systems ist aber die funkgesteuerte Auslösung von anderen Mitgliedern in der Gruppe. Bei Zug am Auslösegriff kann entweder nur der eigene Airbag, ein Einzelhangbefahrer oder die Airbags aller Gruppenmitglieder ausgelöst werden.

Ortovox Avabag

Das AVABAG-System von Ortovox zeichnet sich vor allem durch ein geringes Gewicht (640 Gramm) und Packmaß (1,8 Liter) aus. Damit ist es aktuell das kleinste und leichteste System auf dem Markt. Im Testmodus (mit herausgeschraubter Kartusche) kann die Auslösung des Systems geübt werden.  Allerdings muss aber wie bei Mammut vormals üblich durch ein Aktivierungstool der Auslösemechanismus gespannt werden, bevor wieder eine volle Kartusche eingedreht werden kann und der Rucksack wieder einsatzbereit ist (mehr zum AVABAG-System im Entwickler-Interview).

Varianten und Lizenznehmer

ABS Zip-Ons, Zip-On Partner und Inside Partner

Auch beim neuen ABS P.Ride funktioniert das altbekannte Zip-On-Prinzip. Dabei kann die Basiseinheit aus Rucksack-Rücken und Airbagsystem auf drei verschiedene Rucksack-Modelle aufgezippt werden. | Foto: ABS
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Auch beim neuen ABS P.Ride funktioniert das altbekannte Zip-On-Prinzip. Dabei kann die Basiseinheit aus Rucksack-Rücken und Airbagsystem auf drei verschiedene Rucksack-Modelle aufgezippt werden. | Foto: ABS

Beim Lawinenrucksack-Urgestein ABS kauft man sich eine Basiseinheit aus Rucksack-Rücken und TwinBag-System. Ab Herbst 2016 heißen die Varianten ABS P.Ride, Solid Vario und Solid Powder. Hinter den letzten beiden Bezeichnungen verbergen sich die vormaligen Vario- und Powder-Serien, die sich außer im Namen nicht verändert haben. Hier kann man weiterhin zwischen verschiedenen ABS-Rucksack-Aufsätzen wählen. Die Aufsätze, die sogenannten ABS-Zip-Ons, werden über einen Reißverschluss mit der Basis verbunden, so dass dieselbe Basiseinheit einfach vom Freeride- in einen Mehrtagesrucksack umgerüstet werden kann. Darüber hinaus gibt es von vielen anderen Rucksackherstellern kompatible Aufsätze, die mittels eines eigenständigen Tragesystems als Rucksäcke ohne ABS (zum Beispiel im Sommer) benutzt werden können. Auch von Evoc (bisher nur Zip-Ons) gibt es von nun an ein eigenes Tragesystem (Zip-On Base Unit), womit alle Evoc Zip-Ons auch ohne Airbag nutzbar sind. ABS listet diese Hersteller als ABS Zip-On Partner. Bei der P.Ride-Serie können Rucksack-Modelle mit 18, 32 und 45+5 Liter ausgewählt werden. Die P.Ride Base Unit ist mit allen Solid Zip-Ons und den Zip-Ons von Partnerherstellern kompatibel.

Zusätzlich geht ABS Lizenzkooperationen ein (ABS Inside Partner), um anderen Herstellern die Entwicklung eigener Rucksäcke zu ermöglichen, in denen das ABS-System (fest) eingebaut ist. Die Neuheit des letzten Winters in diesem Bereich kam von The North Face: Das US-Unternehmen hat zusammen mit ABS den ABS Modulator entwickelt, einen Airbag, der auf jeden beliebigen Rucksack außen montiert werden kann. Einen ähnlichen, von außen anzubringenden Lawinenairbag hatte ABS bereits Anfang der 1980er Jahre auf den Markt gebracht. Die Neuentwicklung von The North Face ist klein und leicht (circa zwei Kilogramm), passt auf (fast) jeden Rucksack und könnte sich auf lange Sicht auf dem Airbag-Markt etablieren.

Der ehemalige ABS Inside Partner Ortovox hat mit dem Avabag nicht nur sein eigenes, sondern auch das derzeit leichteste System (640 Gramm) entwickelt. | Foto: Christoph Oberschneider
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Der ehemalige ABS Inside Partner Ortovox hat mit dem Avabag nicht nur sein eigenes, sondern auch das derzeit leichteste System (640 Gramm) entwickelt. | Foto: Christoph Oberschneider

Für den Winter 2016/2017 haben SubQ und ABS eine Airbag-Jacke entwickelt, das Jackson-ABS Avalanche Airbag Jacket. Die Jacke kann im Skigebiet ohne das Airbagsystem als ganz normaler Thirdlayer getragen werden. Für die Tage abseits der Piste wird die Jacke durch eine Weste (unter der Jacke getragen) und einen kleinen Rucksack um das ABS-TwinBag-System erweitert, wobei der Rucksack durch Öffnungen in der Jacke mit der Weste verbunden wird und keine eigenen Träger hat. In der Weste hat zusätzlich noch ein Trinksystem Platz – im Rucksack nicht viel mehr als Schaufel und Sonde.

Der ABS Inside Partner Deuter bringt zur neuen Saison drei neue Rucksackmodelle auf den Markt, die leichter und größer sind und speziell auf kurze Rückenlängen angepasst wurden (OnTop Lite ABS 26, OnTop Tour ABS 38+ SL, OnTop Tour ABS 40+). Die beiden ehemaligen ABS Inside Partner Arva und Ortovox haben sich vom ABS-System verabschiedet und entwickeln nun ihre eigenen Airbagsysteme. Vaude ist von ABS zum Alpride-System gewechselt. Dakine war sowohl ABS Zip-On als auch ABS Inside Partner und wechselt zur kommenden Saison zum R.A.S. 3.0 System von Mammut. Von allen erwähnten Herstellern sind noch Restbestände auf dem Markt erhältlich.

Mammut R.A.S.- und P.A.S.-Systeme und Inside Partner

Mammut hat sich mit seinen herausnehmbaren R.A.S.- und P.A.S.-Systemen der Variabilität von Lawinenrucksäcken zugewandt. Es stehen acht (R.A.S. 3.0) bzw. fünf (P.A.S. 3.0) verschiedene Rucksäcke zur Wahl, in die das jeweilige Airbag-System eingebaut werden kann. Hier ist zu beachten, dass ältere Rucksackmodelle nicht mit dem neuen 3.0-System (und umgekehrt) kombiniert werden können (Restbestände der 2.0-Versionen von R.A.S. und P.A.S. werden allerdings noch verkauft).
Für die neue Saison wurde viel Aufwand betrieben, um die Rucksäcke zu optimieren. Dabei sind vor allem die schmaleren und geschmeidigeren Trageriemen der P.A.S. 3.0-Rucksäcke zu erwähnen. Auch die Hüftgurte wurden verbessert, so dass die neuen Rucksäcke nicht nur leichter, sondern auch angenehmer zu tragen sind.

Auch Mammut vergibt Lizenzen, die es anderen Rucksack-Herstellern ermöglichen, das R.A.S.-System zu integrieren (R.A.S. Inside Partner): Dies sind Jones Snowboards, Oakley und Norrona, neu dabei sind Dakine und Rip Curl. Letztgenannter Hersteller produziert eine Airbag-Weste, die aber vorrangig auf dem amerikanischen Markt vertrieben wird.

Alpride-Partner

Das 800 Gramm leichte Alpride-System von Scott ist herausnehmbar. Die beiden kleinen Kartuschen sind mit einem Gemisch aus Argon und Kohlendioxid gefüllt, zwar bei geringerem Druck aber ähnlich rasch wie bei den Mitbewerbern. Aktuell wird das Alpride-System auch von Millet, Ferrino und seit Winter 2016/17 auch von Vaude verbaut. | Foto: Scott
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Das 800 Gramm leichte Alpride-System von Scott ist herausnehmbar. Die beiden kleinen Kartuschen sind mit einem Gemisch aus Argon und Kohlendioxid gefüllt, zwar bei geringerem Druck aber ähnlich rasch wie bei den Mitbewerbern. Aktuell wird das Alpride-System auch von Millet, Ferrino und seit Winter 2016/17 auch von Vaude verbaut. | Foto: Scott

Das Alpride-System lässt sich ebenfalls aus dem Rucksack entfernen, um den Rucksack vielfältig nutzen zu können. Neben Scott,  Ferrino und Millet werden zukünftig auch die Lawinenrucksäcke von Vaude mit diesem System ausgestattet sein.

Neu bei Scott ist das Volumen der beiden großen AirFree AP, das auf 24 und 32 Liter angepasst wurde (vorher 22 und 30 Liter). Daneben gibt es bereits seit Winter 2015/16 drei kleinere Airbag-Rucksäcke: Einen Zehn-Liter-Rucksack für Damen und einen Zwölf-Liter-Rucksack für Herren, der mit oder ohne Rückenprotektor erhältlich ist. Der Hersteller Ferrino vertreibt seit letzter Saison einen Rucksack, der verschiedene Rettungssysteme vereint. Im 30-Liter-Rucksack Ferrino Full Safe ist neben dem Alpride-Airbag-System auch das Airsafe-Rettungssystem integriert. Sollte es trotz Lawinenairbag zu einer Ganzverschüttung kommen, ermöglicht das Airsafe-System dem Nutzer, länger in der Lawine zu überleben, was eine Rettung wahrscheinlicher macht. Zusätzlich ist der Lawinenrucksack mit einem RECCO-Reflektor ausgestattet, der professionellen Bergrettern eine schnellere Ortung des Verschütteten ermöglicht. Mit 3,4 Kilogramm Gewicht (inklusive Kartuschen) zählt der Ferrino Full Safe jedoch nicht zu den leichteren Lawinenrucksäcken. Aus dem Hause Ferrino gibt es außerdem einen 20-Liter-Rucksack mit Alpride-, aber ohne Airsafe-System.

JetForce Inside Partner

Das JetForce-System ist fest in den jeweiligen Rucksack integriert, wobei das System neben Black Diamond auch bei den Konzern-Schwestern POC und Pieps zu finden ist (JetForce Inside Partner).

Arva Reactor

Das Reactor-System von Arva ist austauschbar und kann in alle Rucksäcke der Reactor-Linie eingebaut werden (vier Varianten mit 18, 24, 32 bzw. 40 Litern Volumen).

Ortovox Avabag

In der ersten Saison des Avabag-Systems können fünf verschiedene Rucksackmodelle kombiniert werden – drei aufstiegs- und gewichtsoptimierte Varianten in der Ascent-Linie und zwei Modelle in der Freeride-Linie, wobei jeweils ein Modell mit kürzerer Rückenlänge zu haben ist.

Erst checken, dann kaufen: Um sicherzustellen, dass die persönliche Ausrüstung inklusive Schaufel, Sonde und Erste-Hilf-Set im Lawinenrucksack Platz findet, muss vorher probiert werden. | Foto: Deuter
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Erst checken, dann kaufen: Um sicherzustellen, dass die persönliche Ausrüstung inklusive Schaufel, Sonde und Erste-Hilfe-Set im Lawinenrucksack Platz findet, muss vorher probiert werden. | Foto: Deuter

Auswahlkriterien: Gewicht und Volumen

Das zusätzliche Gewicht der Airbag-Einheit und der verwendbare Stauraum spielen eine große Rolle bei der Wahl des Lawinenrucksacks – bei Tagestouren oder beim Freeriden im Skigebiet genauso wie auf mehrtägigen Touren. Beim Gewicht spielt sich der größte Konkurrenzkampf ab: Mittlerweile gibt es von fast allen Herstellern kleine, leichtere Rucksäcke mit weniger Funktion und große Rucksäcke, um auf Mehrtagestouren zu gehen. Das Alpride-System, mit 800 Gramm Nettogewicht bis dato das leichteste Airbagsystem auf dem Markt, wird vom Ortovox Avabag (640 Gramm) abgelöst. Auch Arva Reactor (790 Gramm) und Mammut R.A.S. 3.0 (700 Gramm) unterbieten es mittlerweile. 

Etwas Gewicht lässt sich mit den teureren Carbonkartuschen sparen – im Vergleich zu den billigeren Stahlkartuschen wiegen diese ungefähr die Hälfte. Einige Hersteller produzieren gar keine Stahlkartuschen mehr (Mammut, Ortovox), da die Carbonversion mittlerweile deutlich günstiger als früher verkauft werden kann.

Bei der Betrachtung der Gewichtsverhältnisse sollte man natürlich auch auf die Rucksäcke schauen, die in den verschiedensten Varianten zu finden sind. In der Regel gilt: je leichter, desto weniger Funktion. Sechs der leichtesten Varianten (inkl. Airbag und Kartusche) in der Saison 2016/2017 sind der Mammut R.A.S. Ultralight mit 1.520 Gramm (R.A.S. 3.0, 20 Liter), der Ortovox Ascent 22 Avabag mit 1.755 Gramm (22 Liter), der Vaude Updraft mit 2.125 Gramm (Alpride, 22 Liter), der Scott Air Mountain AP 20 mit 2.235 Gramm (Alpride, 20 Liter), der Arva Reactor 18 mit 2.310 Gramm (18 Liter) und der Mammut P.A.S. Light mit 2.430 Gramm (P.A.S. 3.0, 30 Liter).

Weitere Unterschiede bei Airbag-Systemen

Ob Mammut oder ABS: Gebrauchte Airbag-Kartuschen können bei Bergzeit gegen eine Servicegebühr ausgetauscht werden.
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Ob Mammut oder ABS: Gebrauchte Airbag-Kartuschen können bei Bergzeit gegen eine Servicegebühr ausgetauscht werden.

Eine bisher nur von ABS angebotene Funktion ist die Airbag-Auslösung per Funk. Dies ist von nicht zu verachtender Bedeutung, da in der Stresssituation eines Lawinenabganges manche Skifahrer die Auslösung des Airbags nicht bewerkstelligen. Im neuen P.Ride-System wurde dieser Aspekt weiterentwickelt, so dass nun die Airbags ganzer Gruppen ausgelöst werden können.

Bei den Gaskartuschensystemen muss zwischen wiederbefüllbaren (Arva Stahl/Carbon, BCA, Alu-Kartusche von Mammut) und nicht wiederbefüllbaren Kartuschen (Mammut Carbon, ABS Stahl/Carbon, Ortovox Carbon, Alpride) unterschieden werden. Letztere müssen nach dem Gebrauch eingeschickt oder im Fachhandel ausgetauscht werden. Viele Hersteller verkaufen vermehrt nur noch die leichteren Carbonkartuschen (Mammut, Ortovox) anstatt der Varianten aus Stahl, da Erstgenannte mittlerweile deutlich günstiger produziert werden können und so der allgegenwärtigen Gewichtsoptimierung Rechnung getragen werden kann. Bei Ortovox sind diese beispielsweise mit 140 Euro etwas teurer als bei Mammut (120 Euro), allerdings können bei Ortovox benutzte Kartuschen für 25 Euro wieder befüllt werden.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme

ABS Solid Vario bzw. Powder (u. a. ABS, Deuter, Haglöfs, The North Face)

  • Vorteile: Funkauslösemechanismus (nur Powder-Serie), große Auswahl an Zip-Ons für unterschiedliche Rucksackgrößen und Auswahl an Rucksackmodellen unterschiedlicher Hersteller, großes Airbag-Volumen, leichte Carbon-Kartuschen erhältlich, optionaler Einbau eines Rückenprotektors, Linkshänder-kompatibel, Redundanz durch zwei Airbag-Ballons
  • Nachteile: Gewicht, Preis, kein Schutz für Kopf und Nacken, Kartusche muss eingeschickt oder bei Bergzeit ausgetauscht werden, Probleme mit voller Kartusche bei Flugreisen

ABS P.Ride-System (ABS)

  • Vorteile: Funkauslösemechanismus für komplette Gruppen, deutlich größere Oberfläche für besseren Auftrieb, leichte Carbon-Kartuschen erhältlich, Linkshänder-kompatibel, Redundanz durch zwei Airbag-Ballons
  • Nachteile: Gewicht, Preis, kein Schutz für Kopf und Nacken, Probleme mit voller Kartusche beim Flugreisen, Kartusche muss eingeschickt oder bei Bergzeit ausgetauscht werden

ABS Modulator (The North Face)

  • Vorteile: mit jedem herkömmlichen Rucksack kombinierbar
  • Nachteile: Preis, Gewicht, Kartusche muss eingeschickt oder bei Bergzeit ausgetauscht werden, Probleme mit voller Kartusche bei Flugreisen

R.A.S. (Mammut und andere Hersteller)

  • Vorteile: auswechselbares Airbagsystem, große Rucksack-Modellauswahl, Preis, einfaches Einpacken der Airbags, Gewicht, leichte Carbon-Kartuschen und wiederbefüllbare Alu-Kartusche erhältlich (zum Reisen)
  • Nachteile: keine Fernauslösung möglich, schlechterer Schutz von Kopf und Nacken, Probleme mit voller Kartusche bei Flugreisen, Standard-Kartusche muss eingeschickt oder bei Bergzeit ausgetauscht werden

P.A.S. (Mammut)

  • Vorteile: auswechselbares Airbagsystem, große Rucksack-Modellauswahl, guter Schutz von Kopf, Nacken, Schultern und Brust, leichte Carbon-Kartuschen und wiederbefüllbare Alu-Kartusche erhältlich (zum Reisen)
  • Nachteile: Standard-Kartusche muss eingeschickt oder bei Bergzeit ausgetauscht werden, keine Fernauslösung möglich, etwas aufwändigeres Einpacken der Airbags, Preis, Probleme mit voller Kartusche bei Flugreisen

Alpride (Scott, Millet, Ferrino, Vaude)

  • Vorteile: Preis, einfaches Einpacken der Airbags, Gewicht, reisefreundlicher (anderes Gasgemisch in Kartuschen), günstige Wegwerf-Kartuschen, Airbagsystem kann aus Rucksack entfernt werden
  • Nachteile: keine Fernauslösung möglich, nicht variierbar mit Rucksäcken anderer Hersteller

JetForce (Black Diamond, POC, Pieps)

  • Vorteile: einfaches Einpacken der Ballons, reisefreundlich, mehrmaliges Auslösen mit einer Akkuladung (üben, Nachlawine) möglich, Aufladen des Akkus über Nacht, größter Auftriebskörper, durch fortgeführtes Aufblasen bleibt der Airbag auch bei Beschädigung gefüllt
  • Nachteile: keine Fernauslösung möglich, Airbagsystem fest in den Rucksack integriert (nicht variierbar mit anderen Rucksäcken), Preis, Gewicht

BCA-System

  • Vorteile: Preis, einfaches Einpacken der Ballons, wiederbefüllbare Kartusche
  • Nachteile: Gewicht, keine Fernauslösung möglich, nicht variierbar mit anderen Rucksäcken, Probleme mit vollen Kartuschen bei Flugreisen

Reactor (Arva)

  • Vorteile: Preis, Gewicht, Redundanz durch zwei Ballon-Kammern, variierbar mit verschiedenen Rucksäcken, wiederbefüllbare Kartuschen
  • Nachteile: Probleme mit voller Kartusche bei Flugreisen, Standard-Kartusche muss eingeschickt oder bei Bergzeit ausgetauscht werden

Voltair-System (Arc’teryx)

  • Vorteile: reisefreundlich, mehrmaliges Auslösen mit einer Akkuladung möglich, Aufladen des Akkus über Nacht, durch fortführendes Aufblasen bleibt der Ballon auch bei Beschädigung gefüllt
  • Nachteile: nicht variierbar mit anderen Rucksäcken, Preis, Gewicht, schlechterer Schutz des Oberkörpers

AVABAG-System (Ortovox)

  • Vorteile: Gewicht (leichtestes System), gute Rucksack-Modellauswahl, Kartuschen können zum Wiederbefüllen eingeschickt werden (25 Euro)
  • Nachteile: Preis, keine Fernauslösung möglich, komplexer Einbau, nur ein Ballon (keine Redundanz bei Beschädigung), kleiner Zugang zu LVS-Komponenten, keine Wechselmöglichkeit für Linkshänder

Quellen

  1. W. Munter, 3×3 Lawinen. Risikomanagement im Wintersport. 3. Auflage, Verlag Pohl & Schellhammer, Garmisch-Partenkirchen, 2009.
  2. H.-J. Etter, J. Schweizer, T. Stucki, Die Alpen, 2/2009, Schweizer-Alpen-Club SAC, 2009.
  3. L. Meier, S. Harvey, Feldversuche mit Lawinen-Notfallgeräten Winter 2010/2011, WSL Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Davos, 2011.

 Nützliche Links zum Thema Lawinensicherheit

 

Lawinenrucksäcke 2016/2017 – der Marktüberblick

Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
ABS Zubehör Stahl-Kartusche-Griff 510g 8 675 bar 109,95
Carbon-Kartusche-Griff 280g 8 1020 bar 214,95
Wireless Activation 390g 294,95
Rückenprotektor S, L 350g 99,95
Helmhalterung uni 100g 14,95
Griffplatte links uni n.b. 7,95
Hüftgurtverlängerung uni n.b. 24,95
P.Ride (neu!) Basiseinheit uni ca. 3000g 2 x 85L 905,00
Zip-Ons P.Ride 18 n.b. 18L 94,95
  P.Ride 32 n.b. 32L n.b.
  P.Ride 45+5 n.b. 45+5L n.b.
SOLID Vario Basiseinheit S, L 1950g 3 2 x 85L 599,95
 Zip-Ons Vario 8 210g 8L 49,95
Vario 18 400g 18L 69,95
Vario SB 22 n.b. 22L 79,95
Vario 24 550g 24L 79,95
Vario 32 555g 32L 89,95
Vario 45+5 870g 45+5L 99,95
SOLID Powder Basiseinheit uni 1930g 3 2 x 85 589,95
 Zip-Ons Powder 8 160g 8L 39,95
Powder 15 315g 15L 59,95
Powder 26 510g 26L 79,95
Zip-On Partner Atomic
Automatic ABS Pack 25L uni 1400g 4 20L 169,95
Berghaus
Arete Couloir 25L uni 1100g 4 25L 119,95
Burton
AK 17L ABS Backpack uni 1000g 4 17L 89,95
AK 32L ABS Backpack uni 1400g 4 23L 99,95
 Dakine
 noch im Verkauf ABS Vario Cover Heli Pack 14L uni 580g 4 14L 84,95
 noch im Verkauf ABS Vario Cover Heli Pro DLX 26L uni 680g 4 26L 94,95
 noch im Verkauf ABS Vario Cover 40L uni 1000g 4 40L 114,95
Dynastar
Cham ABS Compatible 28 uni 1260g 4 28L 129,90
Evoc
Zip-On Base Unit (neu!) uni 800g 4  – 129,95
Zip-On ABS Drift (neu!) uni 450g 4 10L 89,95
Zip-On ABS Pro 5 uni 600g 4 20L 119,95
Zip-On ABS Pro Team 5 uni 600g 4 20L 129,95
Zip-On ABS Guide 5 uni 675g 4 30L 139,95
Zip-On ABS Guide Team 5 uni 675g 4 30L 149,95
Zip-On ABS Patrol 5 uni 880g 4 40+5L 169,95
Zip-On ABS Patrol Team 5 uni 880g 4 40+5L 179,95
Zip-On ABS CP 26L 5 uni 1700g 4 26L 229,95
Exped
Glissade 25 Zip-On ABS uni 550g 4 25L 99,95
Glissade 35 Zip-On ABS uni 680g 4 35L 109,95
Head
Peak Fellow uni n.b. 18L 129,95
Ski Freeride Backpack uni n.b. 33L 149,95
Karrimor
Powder 22 uni 1600g 4 22L 114,95
Mountain Hardwear
Powzilla S/M, M/L 1300, 1330g 4 30L 149,95
Osprey
Kode ABS 22+10 S/M, M/L 1310, 1350g 4 22+10L 149,95
Kode ABS 42 S/M, M/L 1910, 1950g 4 42L 169,95
Rocksnake
Patrolleur 34 ABS uni n.b. 34L n.b.
Rossignol
ABS Bag Compatible 28 uni 1320g 4 28L 119,90
Salomon
Quest 20 uni 1300g 4 20L 149,95
ABS Inside Partner Bergans
Hodlekve ABS uni 2200g 3 15L 739,95
Dakine
 noch im Verkauf Signal 25L ABS uni 1900g 3 25L 689,00
Deuter
OnTop Lite ABS 26 (neu!) uni 2100g 3 26L 729,95
OnTop ABS 28 SL (Video) uni 2590g 3 28L 729,95
OnTop ABS 30 (Video) (Test) uni 2640g 3 30L 729,95
OnTop Tour ABS 38+ SL (neu!) uni 2790g 3 38L + 8L 749,95
OnTop Tour ABS 40+ (neu!) uni 2880g 3 40L + 8L 749,95
Haglöfs
Vojd ABS 18 uni 2420g 3 18L 849,00
Vojd ABS 30 uni 2630g 3 30L 949,05
 noch im Verkauf Ortovox
M.A.S.S. 1300g 3 479,95
Activation Uni Carbon 345g 215,00
Activation Unit Steel 580g 110,00
Base 18 W ABS S/M 2440g 3 18L 679,95
Base 20 ABS (Video) M/L 2490g 3 20L 679,95
Free Rider 24 ABS (Video) M/L 2770g 3 24L 719,95
Free Rider 24 W ABS
S/M 3150g 3 24L 719,95
Free Rider 26 ABS (Test) M/L 2820g 3 26L 719,95
Tour 30+7 W ABS S/M 3110g 3 30+7L 749,95
Tour 32+7 ABS (Video) M/L 3160g 3 32+7L 749,95
Salewa
Verbier 26 Pro ABS uni 3400g 3 26L 749,95
Mountain Guide 38 ABS uni 3800g 3 38L 899,95
SubQ
Jackson Avalanche Airbag Jacket (neu!) uni n.b. n.b. n.b.
The North Face
ABS Modulator 2070g 3 699,95
ABS Vest M, L, XL n.b. n.b. n.b.
Vaude
 noch im Verkauf ABScond Flow 22+6 S/M, M/L 2950g 3 22+6L 719,95
 noch im Verkauf ABScond Tour 36+4 uni 3100g 3 36+4L 759,95
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
BCA Zubehör Kartusche 624g 2 186 bar 144,95
Float Float 8 uni 1900g 2 8L 459,95
  Float 22 uni 2340g 2 22L 499,95
  Float 25 Turbo uni 2640g 2 25L 539,95
Float 27 Tech uni 2450g 2 27L 539,95
Float 32 uni 2570g 2 32L 569,95
Float 42 uni 2630g 2 42L 599,95
  Float 42 Black (neu!) uni 2860g 2 42L 649,95
  Float MTNPRO Vest uni 2770g 2 12L 735,00
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
Mammut Zubehör Alu-Kartusche ca. 670g 207 bar 185,00
Carbon-Kartusche (neu!) ca. 310g 6 n.b. 119,95
R.A.S. R.A.S. 3.0 (neu!) 710g 150 449,95
Rocker M 1080g 6 15L 579,95
Ultralight L 500g 6 20L 569,95
Ride Short S 1450g 6 28L 649,94
Ride M 1500g 6 30L 649,95
Light L 1050g 6 30L 629,95
Pro Short S 1580g 6 33L 669,95
Pro 35 L 1680g 6 35L 669,95
Pro 45 L 1700g 6 45L 689,95
R.A.S. Inside Partner Jones Snowboards
Higher 30L R.A.S. uni 1770g 2 30L 699,95
Oakley
Snowmad R.A.S. 15 uni n.b.
15L 139,95
Snowmad R.A.S. 30 uni n.b.
30L 169,95
Rip Curl
n.b.
Dakine
n.b.
Norrona
Lofoten (neu!) uni 1650g 30L 299,00
P.A.S. P.A.S. 3.0 (neu!) 920g 150 n.b.
Rocker M-XL 1200g 6 15L 699,95
Ride M-XL 1500g 6 30L 769,95
Light M-XL 1200g 6 30L 749,95
Pro 35 M-XL 1630g 6 35L 789,95
Pro 45 M-XL 1680g 6 45L 809,95
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
Black Diamond JetForce Pilot uni 3200g 7 11L 999,95
Halo (Video) S/M, M/L 3400, 3400g 7 26, 28L 1.049,95
Saga S/M, M/L 3500, 3500g 7 38, 40L 1.099,95
JetForce Inside Partner Pieps
Rider 10 uni 3400g 7 10L 999,95
Tour Rider 24 (Video) S/M, M/L 3400g 7 24L 1.049,95
Tour Pro 34 (Video) S/M, M/L 3500g 7 34L 1.099,95
POC
Thorax (Video) uni 3300g 7 11L 839,95
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
Alpride Zubehör Kartuschenset uni 450g 2 je 180 bar 39,95
  Alpride Alpride-System 800g 2 150 nicht einzeln erhältlich
Alpride Partner Scott  
 
Air Mountain AP 20 Kit uni 1785g 2 20L 599,95
Air Mountain AP 40 Kit uni 2530g 2 40L 699,95
 
Air Free AP 12 Kit uni 1870g 2 12L 599,95
Air Free AP 12 Pro Kit uni 2510g 2 12L 699,95
Air Free AP 24 Kit (neu!) uni 2320g 2 24L 679,95
Air Free AP 32 Kit (neu!) uni 2410g 2 32L 699,95
 
Ferrino  
Glide Safe 20 uni 2500g 2 20L 630,00
Full Safe 30 uni 2900g 2 30L 790,00
  Millet  
Neo 30 ARS (neu!) uni 2500g 2 30L 699,95
Vaude
Updraft (neu!) uni 1675g 2 22L 649,95
Alprider Flow (neu!) uni 2200g 2 24L+4L n.b.
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
Arva Reactor Reactor-System (neu!) 790g 2×75 nicht einzeln erhältlich
Zubehör Stahl-Kartusche 450g n.b. n.b.
Carbon-Kartusche 310g n.b. n.b.
Reactor 18 (neu!) S-M-L 2000g 2 18L 529,00
Reactor 24(neu!) S-M-L 2100g 2 24L 569,00
Reactor 32 (neu!) S-M-L 2130g 2 32L 599,00
Reactor 40 (neu!) S-M-L 2150g 2 40L 629,00
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
Arc’teryx Voltair Voltair 20 (neu!) uni 3235g 7 20L 1550,00
Voltair 30 (neu!) uni 3465g 7 30L 1650,00
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
Ortovox Avabag Avabag-System (neu!) 640g 499,95
Zubehör Carbon-Kartusche 310g 139,95
Wiederbefüllung Kartusche 25,00
Reaktivierungswerkzeug 14,95
Free Rider 20 S (neu!) uni 1340g 6 20L 239,95 (699,95)
Free Rider 22 (neu!) uni 1380g 6 22L 239,95 (699,95)
Ascent 22 (neu! uni 830g 6 22L 219,95 (679,95)
Ascent 28 S (neu!) uni 1090g 6 28L 239,95 (699,95)
Ascent 30 (neu!) uni 1120g 6 30L 239,95 (699,95)

  1. Volumenangaben können inklusive (meistens) oder exklusive der Airbagsysteme sein
  2. Gewichtsangabe inkl. Airbagsystem, exkl. Kartusche
  3. Gewichtsangabe exkl. Auslöseeinheit (Kartusche und Griff)
  4. Gewichtsangabe inkl. Tragesystem
  5. Zip-On ohne Tragesystem
  6. Gewichtsangabe exkl. Airbagsystem und Kartusche
  7. Gewichtsangabe inkl. Airbagsystem und Akku
  8. Gewichtsangabe exkl. Auslösegriff
    n.b. nicht bekannt

Bemerkungen zum Lawinenrucksack-Marktüberblick

Alle Angaben in der Markt-Übersicht oben sind Herstellerangaben. Erfahrungsgemäß variieren die Gewichts- und Volumenangaben in der Realität. Wer vor dem Kauf eines Lawinenrucksacks sicher gehen will, sollte die Werte selbst nachprüfen oder beim Customer Service nachfragen. Bei einigen Rucksack-Modellen ist nicht klar ersichtlich, ob die Volumenangaben exklusive oder inklusive des Airbagsystems zu verstehen sind. Auch hier ist meistens etwas Skepsis an den Tag zu legen und es sollte vor dem Kauf geprüft werden, ob alle persönlichen Ausrüstungsgegenstände gut untergebracht werden können. Alle Angaben sind generell ohne Gewähr.

Totti Lingott

Als begeisterter Outdoor-Sportler hat Totti Lingott sein Hobby zum Beruf gemacht und schreibt bzw. fotografiert für verschiedene Print- und Online-Magazine. Seit mehreren Jahren ist er ebenso für das Projekt PowderGuide mitverantwortlich, welches als Informationsportal für Freerider (www.PowderGuide.com) und als Herausgeber von verschiedenen Freeride-Büchern auf dem deutschsprachigen Markt prägend ist. Pfeil Alle Artikel von Totti Lingott